Sieben Punkte aus sechs Spielen gegen Gegner ohne Spitzenformat – dem 1. FC Köln droht nun eine harte Landung.
Saison-Auftakt sorgt für FrustDrückt das Start-Programm beim FC auf die Stimmung?
Nach dem 0:1 in Frankfurt wird es für den 1. FC Köln in den nächsten Wochen nicht einfacher. Rückblickend wirkt das Startprogramm des Bundesligisten in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg fast schon leicht. Vielleicht liegt genau darin der Grund für den Frust rund um den Verein.
Denn der fällt heftiger aus, als es sieben Punkte aus sechs Partien erwarten lassen. Nach sechs Spieltagen steht der FC auf Platz zwölf, und die Fans haben schon jetzt mehrheitlich die Geduld verloren.
FC-Ergebnisse hinter den Erwartungen
Bislang bekam es der FC vor allem mit Teams zu tun, die nicht zur Ligaspitze zählen. Der bestplatzierte bisherige Gegner der Kölner ist aktuell Werder Bremen auf Rang acht. Dabei waren die Bremer in Müngersdorf eigentlich hoffnungslos unterlegen.
Trotzdem nutzten sie als erstes Team der Saison aus, dass Köln es nicht schafft, den Druck aufrechtzuerhalten und einen Gegner niederzuringen. Gegen Bremen führte eine starke erste Halbzeit zum 1:0 durch Linton Maina, doch dann brach das Kölner Spiel zusammen.
Niclas Füllkrug glich gegen einen FC aus, der kaum noch verteidigen wollte. Alle hatten es kommen sehen. Dabei ist Werder, dem vor der Saison kaum jemand etwas zugetraut hatte, alles andere als Laufkundschaft: Bereits vor dem Remis in Köln hatten sie RB Leipzig geschlagen.
Die Rolle des Aufbaugegners übernahm die Mannschaft von René Wagner stattdessen in Hamburg. Als der FC am vierten Spieltag im Volkspark auflief, hatte der HSV in dieser Saison noch kein einziges Tor geschossen. Gegen überlegene, aber schwach verteidigende Kölner gewannen die Hamburger 2:1 – der Auftakt zu drei Siegen am Stück.
Auch der hart erkämpfte 2:1-Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach sorgte nicht für nachhaltigen Aufwind. Die Erleichterung über die drei Punkte war größer als die Freude über die spielerische Leistung, die über weite Strecken zäh und uninspiriert wirkte.
Nun folgen die Wochen der Wahrheit. Dabei warten auch Gegner, die defensiv deutlich stabiler und offensiv durchschlagskräftiger sind. Findet Wagner keine Lösungen, könnte das Krisen-Gefühl schnell in eine handfeste Krise umschlagen. (red)
