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Sieben DFB-SpieleLöst ein Ex-Bundesliga-Profi die FC-Stürmernot?

Der 1. FC Köln hat aktuell keinen fitten Mittelstürmer im Kader. Löst ein Ex-Bundesliga-Profi im Winter die Stürmernot?

Die Personaldecke wird beim 1. FC Köln immer dünner. Neben der Muskelseuche herrscht im Team von Trainer René Wagner (38) akute Stürmernot. Schafft im Winter ein Ex-Bundesliga-Stürmer Abhilfe?

Thijs Dallinga (26, Kreuzband) und Ragnar Ache (28, Muskelverletzung) verletzten sich beide in der XXL-Länderspielpause im Testspiel bei Viktoria Köln (2:2). Zu allem Überfluss hat sich in Imad Rondic (27, eigentlich bereits abgeschrieben) auch noch der letzte verbliebene Mittelstürmer im Kader eine Oberschenkel-Verletzung zugezogen.

1. FC Köln aktuell ohne fitten Mittelstürmer

Der FC steht aktuell ohne gelernten Mittelstürmer da! Wie groß die Not ist, zeigte unter anderem wieder die 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Freitag (16. Oktober).

Wagner stellte mit Said El Mala (20) und Marius Bülter (33) zwei Spieler in den Sturm, die sich eigentlich eine Position dahinter beziehungsweise auf der Außenbahn wohler fühlen. Nach dem Führungstreffer der SGE konnte der FC-Trainer nur den jungen Reigan Heskey (18, Außenbahnspieler) und Luca Waldschmidt (30, offensiver Mittelfeldspieler) von der Bank bringen.

Wie lange der FC noch ohne Stürmer auskommen muss, ist offen. Bei Dallinga steht ein Saisonaus im Raum, bei Ache hofft man immerhin auf eine Rückkehr im Laufe des Novembers. Im kommenden Wintertransfer-Fenster haben die Kölner die Chance, den langen Dallinga-Ausfall zu kompensieren.

Die „Bild“ bringt nun einen ehemaligen Bundesliga-Stürmer ins Gespräch: Lukas Nmecha (27, 16 Tore in 69 Bundesligaspielen für Wolfsburg). Der Bruder von BVB-Profi und Nationalspieler Felix Nmecha (26) steht aktuell bei Leeds United unter Vertrag, ist dort allerdings nicht mehr wirklich gefragt.

In der laufenden Saison kommt er zwar auf sechs von sieben möglichen Einsätzen in der Premier League, dabei allerdings nur auf magere 91 Minuten. Vergangene Saison erzielte er in 31 Ligaspielen, in denen er mehrheitlich als Joker gefragt war, sechs Treffer.

Da Nmechas Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, käme eine Leihe nicht infrage. Und da beginnt das Problem. Laut „transfermarkt.de“ liegt Nmechas Marktwert noch bei zehn Millionen Euro, aufgrund der geringen Laufzeit sollte er aber für deutlich weniger zu haben sein.

Lukas Nmecha im Duell um den Ball mit Ellyes Skhiri.

Copyright: IMAGO/Jürgen Schwarz; Christian

Lukas Nmecha kennt die Bundesliga aus seiner Zeit beim VfL Wolfsburg.

Aber: Sein Gehalt wird auf knapp unter drei Millionen Euro im Jahr geschätzt. Für einen FC-Wechsel müsste er deutliche Abstriche machen. Selbst in der englischen zweiten Liga, wo es laut Bericht auch Interesse geben soll, könnte er mehr verdienen.

Ob Nmecha, der auch schon sieben DFB-Länderspiele auf dem Buckel hat, oder ein anderer Stürmer – FC‑Geschäftsführer Thomas Kessler (40) ließ nach der Frankfurt-Partie bereits durchblicken, dass im Winter Verstärkung kommen soll.

„Die Verletzungen sind natürlich ärgerlich für uns und wir sondieren den Markt. Das ist unsere Aufgabe“, sagte Kessler im Hinblick auf das in rund zweieinhalb Monaten öffnende Transferfenster.