Neonazi auf Schalke? Fotos zeigen wohl Rechtsextremisten in Veltins-Arena – S04 reagiert

Auf einer Fahne ist ein Schalke-Wappen und ein Fuß zu sehen. Der Fuß zertritt ein Hakenkreuz.

Schalke-Fans schwenken am 31. Oktober 2014 eine Anti-Nazi-Fahne.

Der FC Schalke 04 engagiert sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Doch auch in die Veltins-Arena verirren sich manchmal Menschen, die ein anderes Weltbild vertreten.

Gelsenkirchen. Nach dem 3:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf am Samstagabend (28. August) war die Stimmung beim FC Schalke famos. Getrübt wird sie nun von einem Foto, das durch das Internet kursiert.

Über Twitter hat der Account ,,Antifaschistische Linke Bochum‘‘ das Bild eines Mannes hochgeladen, der in der Gelsenkirchener Veltins-Arena posiert. Glaubt man dem Account, dann zeigt das Bild einen bekannten Rechtsextremisten aus Dortmund, der mit der Hooliganszene vernetzt ist.

Das Foto soll am vergangenen Samstag entstanden sein. Der Mann trägt auf dem Foto eine Mitarbeiterkarte und einen Trainingsanzug von Adidas. Sichtbare rechtsextreme Motive trägt der Mann nicht, allerdings kursieren im Internet weitere Bilder des Mannes. Auf diesen Bildern trägt er unter anderem Kleidung mit der Aufschrift ,,Combat 18‘‘.

Die 18 steht für Adolf Hitler

,,Combat 18‘‘ ist der bewaffnete Arm der in Deutschland verbotenen Gruppierung ,,Blood & Honour‘‘ (Blut und Ehre). Combat kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Kampf. Die 18 ist eine Chiffre der rechtsextremen Szene. Die 1 steht für den ersten, die 8 für den achten Buchstaben des Alphabets: Aus der 18 wird dann AH, die Initialen von Adolf Hitler.

Mittlerweile hat auch der Verein Stellung bezogen. Das Foto zeige eine Person, ,,die Gedankengut vertritt, das nicht mit den Werten des S04 vereinbar ist‘‘, teilte der FC Schalke 04 am Montag via Twitter mit und distanzierte sich damit von der Ideologie des Mannes.

Schalke distanziert sich von jede Art von Diskriminierung

Der Klub erklärte, dass es sich bei der Person um die Aushilfskraft eines externen Dienstleisters handele und dass man an entsprechender Stelle in aller Deutlichkeit klar gemacht habe, ,,dass diese Person auf Schalke nicht erwünscht ist.‘‘

Der Dienstleiter habe zudem glaubhaft versichert, dass er die Zusammenarbeit nicht fortsetzen werde. ,,Der FC Schalke 04 distanziert sich von jeder Art von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit‘‘, hieß es in der Mitteilung des Vereins. (red)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.