Nach seinen harten Worten über Jamal Musiala widerspricht ein anderer Experte Didi Hamann.
„Ich sehe es anders“Experten-Kollege kontert Hamanns Knallhart-Kritik
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Knallhart-Aussagen von Didi Hamann – doch von einem Experten-Kollegen gibt es jetzt Kontra.
Der frühere Nationalspieler Hamann ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Manchmal schießt er mit seiner Kritik nach Ansicht einiger Vereinsverantwortlicher und Fans aber auch etwas über das Ziel hinaus.
Hamann über Musiala: „Er ist der Michael Jordan von Bayern München“
Zuletzt hatte sich Hamann Jamal Musiala zur Brust genommen. Bei „Sky90“ ließ der TV-Experte nach dem Sieg des FC Bayern bei Borussia Dortmund eine gewisse Ungeduld durchblicken. „Ich weiß nicht, was da los ist. Du brauchst natürlich eine Zeit“, sagte Hamann über den Bayern-Star, der sich nach einer langwierigen Verletzung zurückkämpft. Für Hamann läuft das Comeback bislang unbefriedigend. „Er ist der Michael Jordan von Bayern München. So wird er bezahlt. Ich frage mich, wann er der Mannschaft wieder helfen wird oder helfen will.“
Diese Aussagen sorgten bei vielen Fans des Rekordmeisters für Kopfschütteln. „Weiß er überhaupt, was Musiala für eine Verletzung hatte? Er wird immer noch langsam aufgebaut, nur weil er mal von Anfang an ran darf, heißt es doch nicht, dass er schon zu 100 % da ist. Wahnsinn!“, schimpfte ein Bayern-Fan in einem X-Post, der zahlreiche Reaktionen bekam.
Und auch ein anderer TV-Experte stimmt nicht mit Hamann überein. „Natürlich kann man diese Sichtweise auf die Dinge haben“, sagt Markus Babbel bei „ran“: „Aber ich sehe es anders.“
Der ehemalige Teamkollege von Hamann zeigte sich gegenüber Musiala deutlich gnädiger. „Fakt ist einfach, dass er ja schwer verletzt war und jeder reagiert anders. Bei einigen dauert es länger, wieder das Vertrauen zu haben, dass der Körper wieder hundertprozentig belastungsfähig ist“, so der Europameister von 1996.

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Markus Babbel hat eine andere Sicht auf die Personalie Jamal Musiala.
Seit seiner Rückkehr nach seinem Wadenbeinbruch hat Musiala neun Pflichtspiele bestritten, zwei davon von Beginn an. Sein Trainer Vincent Kompany will ihn behutsam wieder an seine Topform heranführen. „Zum Glück für ihn und die Bayern gibt es keine Notwendigkeit, ihn jetzt unbedingt reinschmeißen zu müssen, auch wenn er neben Kane der bestbezahlte Spieler ist. Denn sonst würde definitiv wieder was passieren“, sagte Babbel.
Bei zu früher, zu hoher Belastung bestünde die Gefahr von Folgeverletzungen, erläuterte der Sat.1-Experte. „Weil der Körper irgendwo noch was ausgleicht und das ist, glaube ich, auch bei Musiala zu sehen. Für mich läuft er nicht wirklich rund.“


