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Beim DFB auf BewährungWirbel um „gewalttätige“ Aktion von Antonio Rüdiger

Wieder Ärger um Antonio Rüdiger: Der schon im vergangenen Jahr negativ aufgefallene Nationalspieler erlaubte sich bei Real Madrid erneut eine viel diskutierte Aktion.

Neuer Wirbel um den Bad Boy der deutschen Nationalmannschaft: Antonio Rüdiger (33) ist in Spanien erneut mit einer Aktion aufgefallen, über die Fußball-Fans im ganzen Land seitdem hitzig diskutieren.

Bei der überraschenden 0:1-Heimniederlage von Real Madrid gegen den FC Getafe traf Rüdiger den bei einem Zweikampf zu Boden gegangenen Gegenspieler Diego Rico (33) mit dem Knie schmerzhaft am Kopf, auch die Schulter des auf dem Rücken liegenden Außenverteidigers wurde in Mitleidenschaft gezogen. In den Medien wurden umgehend Rufe nach einer längeren Sperre laut.

Schiri-Experte legt sich fest: Rote Karte für Rüdiger

„Es war Rüdigers Absicht, seinem Gegenspieler mit dem Knie im Gesicht zu treffen“, echauffierte sich Radiomoderator Juanma Castaño beim Sender Cadena Cope: „Für mich ist das eine Tätlichkeit für mehrere Spiele Sperre. Das war eine der wildesten Aktionen, die wir in diesem Jahr gesehen haben.“

Ricos Teamkollege Luis Milla (31) erklärte, dass er „keine Zweifel mehr“ habe, nachdem er die Bilder der Szene nach dem Spiel gesehen habe. Der langjährige Erstliga-Schiedsrichter Eduardo Iturralde González (59) sprach beim Radiosender Cadena Ser von „gewalttätigem Verhalten“ und forderte: „Der VAR muss den Schiri darauf hinweisen. Das ist eine Rote Karte.“

Schiedsrichter Alejandro Muñiz Ruiz (34) hatte zunächst nicht mal ein Foul gepfiffen und das Spiel erst einige Sekunden später unterbrochen, als der Ball im Aus war und sich Rico vor Schmerzen über den Boden wälzte. Zahlreiche Profis beider Mannschaften bedrängten daraufhin den Referee, der vom VAR allerdings trotz zweiminütiger Verletzungspause keinen Hinweis erhielt.

In der Live-Übertragung bei DAZN in Spanien sprach Kommentator Rubén Martín von einer „sehr harten“ Aktion des deutschen Nationalspielers, wollte ihm allerdings keine Absicht unterstellen. In den sozialen Netzwerken regte sich dagegen große Wut gegen Rüdiger, gerade weil er durch vorige Vergehen bereits vorbelastet ist.

Auch bei der Nationalmannschaft spielt der Routinier nur auf Bewährung, sein Ausraster in Richtung eines Schiedsrichters in der vergangenen Saison hatte eine Debatte über seine Eignung für die DFB-Auswahl befeuert. Trotz vielfacher Forderungen verzichtete der Verband auf Konsequenzen, rügte den Spieler aber öffentlich.

„Das geht nicht. Schon gar nicht als deutscher Nationalspieler“, hatte Sportdirektor Rudi Völler (65) damals eine Warnung an Rüdiger ausgesprochen und erklärt: „Das muss er ändern und das weiß er auch selbst.“

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