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„Brauchst du nicht“Ex-Nationaltorhüterin zerlegt DFB-Star

Aktualisiert:

Die frühere Top-Torhüterin und Olympiasiegerin Almuth Schult ließ am Sonntag im „Doppelpass“ kein gutes Haar an einer Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Almuth Schult kann Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht verstehen. Die ehemalige Nationaltorhüterin wetterte im Sport1-„Doppelpass“ geradezu über die Nominierung von Real-Madrid-Star Antonio Rüdiger!

„Wenn Julian Nagelsmann sagt, dass er auf Bewährung ist: Was muss passieren, damit eine Bewährung in eine Strafe umgesetzt wird? Das trifft mich“, sagte Schult am Sonntagvormittag (29. März) in der sportlichen Talkrunde durchaus angefasst.

Almuth Schult über Antonio Rüdiger: „Ich bin an einem Punkt, an dem es mir reicht“

Julian Nagelsmann hatte Rüdiger trotz diverser Aktionen für die Testspiele gegen die Schweiz und gegen Ghana erneut ins DFB-Team berufen, obwohl der 33-jährige Nationalspieler zuletzt abermals mit einem überharten Zweikampf in der spanischen Liga aufgefallen war.

Emotionalität sei in gewisser Weise zwar gut, so Schult, „aber es darf nicht in Hass, Beleidigung oder Diskriminierung umschlagen“. Als Beispiel fiel die „Kopf-ab-Geste“ von Rüdiger, die im vergangenen Jahr für mächtig Aufsehen gesorgt hatte. „Genau dazu zählt das für mich. Ich bin an einem Punkt, an dem es mir reicht“, urteilte Schult.

Als weiteres Beispiel erinnerte die 35-Jährige an das WM-Gruppenspiel gegen Japan im Winter 2022: Die Deutschen hätten das Spiel eigentlich im Griff gehabt, bis Rüdiger einen Streit vom Zaun gebrochen habe.

„Ausgerechnet gegen die Japaner“, die für ihren fairen und respektvollen Umgang bekannt seien. Schults These: Die Japaner hätten sich gekränkt gefühlt, noch einmal gepusht und das Spiel gedreht.

Almuth Schult redet im Doppelpass über Nationalspieler Antonio Rüdiger.

Copyright: Screenshot Sport1

Ex-Nationaltorhüterin Almuth Schult sprach in der „Doppelpass“-Runde über Antonio Rüdiger.

Schult geriet bei ihren Ausführungen fast in Rage und erntete dafür großen Applaus vom Publikum: „Dann brauchst du so einen Spieler einfach nicht. Egal, wie gut er ist – wenn er dafür verantwortlich ist, den Gegner so zu provozieren, ist das ein Problem.“

Ob Rüdigers Verhalten damals tatsächlich spielentscheidend war, lässt sich natürlich nicht belegen. Fakt ist aber: Deutschland verlor mit 1:2 und schied in der Vorrunde aus.

Köln-Chaos wirbelt „Doppelpass“ durcheinander

In der Talkrunde hatte Schult vor ihrer Rüdiger-Kritik unterdessen einen holprigen Start in die Show hingelegt. Wegen eines gestrichenen Flugs von Köln nach München kam die Olympiasiegerin zu spät.

Schult konnte noch reagieren, stieg nach der Annullierung ihres eigentlich für 8.25 Uhr geplanten Flugs in einen Zug nach Düsseldorf um und flog von dort weiter nach München. Mit rund einer Stunde Verspätung nahm die 35-Jährige noch ihren Platz in der Runde ein.

Für Kicker-Reporter Matthias Dersch, der ebenfalls aus Köln anreisen wollte, gab es dagegen keine Lösung mehr, wie der Sender erklärte. Der Fußball-Reporter konnte nicht mehr umplanen und verpasste die Sendung komplett. Seinen Platz übernahm kurzfristig Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger.

Albert Riera hält sich die Hand resigniert vor das Gesicht.

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