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Kommentar zur Europa League Kein deutsches Endspiel: Leipzig-Aus macht Traum-Finale perfekt

Fans von Eintracht Frankfurt im Halbfinale der Europa League

Die Fans von Eintracht Frankfurt, hier im Halbfinale gegen West Ham am 5. Mai 2022, machten schon den Weg zum Finale der Europa League zu einer großen Party.

Eintracht Frankfurt und die Glasgow Rangers treffen im Finale der Europa League aufeinander, für RB Leipzig war dort nicht nur sportlich kein Platz. So ist das Endspiel ein Gewinn für den Fußball. Ein Kommentar.

Mit Eintracht Frankfurt und den Glasgow Rangers treffen im Endspiel der Europa League nicht die beiden sportlichen Favoriten aufeinander, dennoch ist das Duell für viele Fußball-Liebhaber ein echtes Traum-Finale. Das liegt neben dem Euro-Märchen von Eintracht Frankfurt maßgeblich am Scheitern von RB Leipzig, findet unser Autor. Ein Kommentar.

Rund 1000 Kilometer voneinander entfernt gingen am Donnerstagabend (5. Mai 2022) gegen 23 Uhr gleich zwei gewaltige Fan-Beben durch Europa. In Frankfurt stürmten euphorische Eintracht-Fans den Rasen und feierten mit ihren Helden, in Glasgow brachte der Anhang der Rangers mit einem Urschrei und den anschließenden Freudensprüngen selbst die TV-Kameras zum Beben.

Sevilla darf sich am 18. Mai auf das Finale zweier Traditionsvereine freuen, deren Fan-Lager auch abseits des Platzes für den würdigen Rahmen sorgen werden. Die Reiselust der Briten ist seit jeher bekannt, auch die SGE-Fans stehen nicht erst seit dieser Saison mit ihrer Barcelona-Invasion im Verdacht, Auswärts-Partien quer über den Kontinent in gefühlte Heimspiele zu verwandeln.

RB Leipzig hadert mit sportlichem Tief und Fan-Situation

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Dass mit RB Leipzig der sportlich überlegene Bundesligist mit seinem Luxus-Kader nicht um den ersten deutschen Titel in der Europa League spielt, ist da leicht zu verschmerzen. Während dem Team von Trainer Domenico Tedesco (36) in der entscheidenden Phase nach einem starken Lauf dramatisch die Puste ausgeht, ist die Fallhöhe bei der Anhängerschaft ohnehin überschaubar.

Von 2500 möglichen Glasgow-Tickets wurden im ersten mit Fans ausgetragenen Europapokal-Halbfinale der Klub-Geschichte ernüchternde 1000 Stück verkauft. Im Hinspiel, das der Brause-Klub noch mit 1:0 gewonnen hatte, waren zwischenzeitlich Pfiffe gegen die eigene Mannschaft ertönt. Selbst Tedesco machte im anschließenden TV-Interview keinen Hehl aus seiner Ernüchterung.

Europa League: Frankfurt und Glasgow verdiente Endspiel-Teilnehmer

Obwohl Leipzig dank der Red-Bull-Millionen schon nach gut einem Jahrzehnt seines Bestehens zu Titelchancen kommt wie die Jungfrau zum Kind, sind der Verein und seine Fans von Fußballmärchen-Stimmung weit entfernt.

Dass der SC Freiburg die Verwendung seines Wappens für Fanartikel rund um das gemeinsame Finale im DFB-Pokal untersagte, machte noch einmal deutlich: RB Leipzig ist nicht nur aus Sicht von Fan-Traditionalisten kein Verein wie jeder andere.

Das sind auch Eintracht Frankfurt und die Glasgow Rangers nicht – im klaren Gegensatz allerdings im positiven Sinne. Zwei zwischenzeitlich tief gefallene Traditionsklubs, die dieses Spiel auch vor 40, 50 Jahren hätten bestreiten können, träumen jetzt wieder von europäischem Ruhm. Wie das Endspiel auch ausgehen mag, der Fußball hat mit dieser Paarung schon jetzt gewonnen.

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