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Dreifach-Rot!HSV zerlegt sich in Bremen selbst – 1. FC Köln profitiert

HSV-Profi Philip Otele schaut frustriert.

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH

HSV-Profi Philip Otele kann es nicht fassen und muss beim Nordderby in Bremen mit Rot vom Platz.

Der FC klettert auf Rang zwölf und bleibt dort auch mit Abschluss der Bundesliga-Samstagsspiele. Die Kölner halten aktuell einen Trumpf in der Hand.

Der 1. FC Köln ist an diesem 30. Bundesliga-Spieltag bislang einer der Gewinner im Abstiegskampf!

Nach dem eher tristen Freitagsremis (1:1) beim FC St. Pauli kletterte das Team von René Wagener in der Tabelle um einen Rang – und hält die Position zwölf auch mit Abschluss der Partien am Samstag.

Kölns Tordifferenz macht den Unterschied

Entscheidend dafür: Werder Bremen konnte den Hamburger SV zu Hause im Nordderby abblitzen lassen. Damit sind Köln, Hamburg und Bremen jetzt mit 31 Punkten gleichauf. Der FC weist aber das deutlich beste Torverhältnis (minus 7) auf – vielleicht der große Trumpf im Rennen um den Klassenerhalt.

Die Hamburger gaben im brisanten Kellerduell zudem eine furchtbare Figur ab. Nachdem Stürmer Robert Glatzel noch die Führung durch Jens Stage im ersten Durchgang ausgleichen konnte, hatte das Team von Trainer Polzin nach einem abermaligen Stage-Treffer in der zweiten Halbzeit nichts mehr entgegenzusetzen.

Im Gegenteil: Die Truppe um Ex-Kölner Damion Downs, der erst in der 82. Minute eingewechselt wurde, dezimierte sich in der 79. Minute selbst und fand nicht mehr zurück in die Partie. Otele sah Rot, nachdem er mit offener Sohle in einen Zweikampf gerauscht war.

Auch Jatta hatte wenige Minuten später Rot wegen eines rüden Einsteigens gesehen, doch der VAR zog den Platzverweis noch zurück.

Dafür kam es aber in der Schlussphase noch zu einem Doppel-Rot auf der Trainerbank beider Kontrahenten. Sowohl Co-Trainer Loic Favé vom HSV als auch Jan Hoepner auf Bremer Seite mussten sich vorzeitig in die Katakomben zurückziehen. Den Schlusspunkt setzte dann noch Cameron Puertas zum 3:1-Endstand.

Damit bleibt der FC also Zwölfter, lediglich Borussia Mönchengladbach (30 Punkte, Rang 15) kann Köln am Sonntag (19. April) noch überholen. Dafür bräuchten die Fohlen unbedingt einen Dreier zu Hause gegen den FSV Mainz, der mit 33 Punkten auf Position zehn rangiert. Ein Remis würde nicht reichen. Denn auch in diesem Vergleich hat der FC das deutlich bessere Torverhältnis.

Dass der VfL Wolfsburg bei Union mit 2:1 gewinnen konnte, bringt die Wölfe (24) unterdessen zwar heran an den FC, allerdings noch nicht bedrohlich. Vielmehr haben die Kölner noch gute Chancen, die Berliner zu überholen. Während der FC am 31. Spieltag im Derby zu Hause gegen Bayer 04 Leverkusen gefordert ist, muss Union nach Leipzig reisen. In der Woche darauf kommt es zum direkten Duell gegen die Köpenicker.

Trainerin Marie-Louise Eta (m.) mit ihren Co-Trainern Andreas Kerwin und Sebastian Bönig schauen nach der Niederlage gegen Wolfsburg frustriert.

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