Der wichtigste Schritt ist getan: Der DFB und Jürgen Klopp haben sich auf eine Zusammenarbeit geeinigt.
Nach intensiven VerhandlungenDFB teilt mit: Grundsätzliche Einigung mit Klopp!
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Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat sich auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrages mit dem Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp verständigt.
Beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden könnten, teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.
Klopp und DFB: Verhandlungen in New York
Neuendorf und Watzke waren am Freitag nach Amerika geflogen, am New Yorker Flughafen John F. Kennedy saßen sie der „Bild“ zufolge mehr als vier Stunden lang mit Klopp (59) und dessen Berater Marc Kosicke im TWA-Hotel zusammen.
Klopp soll einen Vertrag über einen WM-Zyklus bis 2030 unterschreiben. Zum DFB mitbringen soll er seine langjährigen Vertrauten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders, die als Co-Trainer eingeplant sind. Klopps Gehalt soll knapp über jenen sieben Millionen Euro liegen, die der inzwischen zurückgetretene Julian Nagelsmann pro Jahr kassierte.
Offen ist, wie Klopps Vertrag als Fußball-Chef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) aufgelöst wird. Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll im Laufe der Woche für Gespräche nach New York fliegen, wo Klopp als WM-Experte für MagentaTV arbeitet. Medienberichten zufolge kann der DFB sich eine millionenschwere Ablöse sparen, Klopp soll auch als Bundestrainer Markenbotschafter des Energydrink-Giganten aus Österreich bleiben. Daran allerdings gibt es Kritik.
Denn einen Bundestrainer, der weiterhin Werbe-Botschafter für den Energydrink-Giganten wäre, sieht so mancher Beobachter kritisch. Auf diesem Wege will der DFB sich anscheinend eine Millionenablöse ersparen. Dies wäre „ein weiterer Kniefall vor dem Kapital“, sagte Sprecher Thomas Kessen vom Fan-Bündnis „Unsere Kurve“ dem SID. Der DFB würde „mit viel Geld und Integrität“ bezahlen. Bevor Klopp „als vermeintlicher Heilsbringer aufs Podest“ gehoben werde, möge man sich bitte daran erinnern, wie viel Kredit er mit seiner Unterschrift bei Red Bull verspielt habe.
Auch ein ehemaliger DFB-Präsident hat Zweifel. Ein Bundestrainer im Zeichen des österreichischen Konzerns wäre „ein völliges No-Go“, sagte Theo Zwanziger der FAS. Dann, sagte er, „stellt Red Bull demnächst die deutsche Nationalmannschaft auf“. Das Unternehmen wolle „Macht gewinnen in den Sport hinein“ – und Klopp hätte letztlich „zwei Loyalitäten“. Die Lösung? Wenn Klopp der Job so wichtig sei, „dann muss er alles andere sein lassen. Der Bundestrainer kann nicht zwei Hüte tragen.“
Auch kritische Kommentare von Ex-Nationalspielern und Medien mehren sich. Verhindern werden sie alle den Deal jedoch nicht mehr, das ist spätestens am Samstag offensichtlich geworden: Der DFB ist wild entschlossen.
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Jürgen Klopp für Julian Nagelsmann – die richtige Entscheidung?
Klopp ist seit Januar 2025 als „Head of Global Soccer“ für Red Bull tätig. Der noch bis 2029 laufende Vertrag mit dem Getränkekonzern muss noch aufgelöst werden. Bei der laufenden Weltmeisterschaft ist er in den USA als TV-Experte für MagentaTV im Einsatz. Der Job des Nationaltrainers ist neu für Klopp. Aber der gebürtige Stuttgarter war über viele Jahre einer der besten Vereinstrainer in Europa.
Er führte den FSV Mainz 05 in die Bundesliga (2004). Mit Borussia Dortmund wurde er zweimal deutscher Meister (2011, 2012) und DFB-Pokalsieger (2012). Er kratzte in dieser Zeit mit dem BVB an der nationalen Vormachtstellung des FC Bayern München.
2015 wechselte er nach England und übernahm den FC Liverpool. Auch die Reds leitete er als Chefcoach zum Meistertitel (2020) und Pokalsieg (2022). Der größte Triumph gelang ihm 2019 mit dem Gewinn der Champions League, dem sportlich bedeutendsten Titel im Club-Fußball.
Nach neun Jahren in der Premier-League-Mühle ging Klopp die Energie aus, wie er bei seinem Abschied aus Liverpool erklärte. Das Energie-Thema räumte der 59-Jährige freilich gleich bei der Bekundung seines Interesses am DFB-Job ab: „Ich bin mehr als aufgetankt, ich bin bereit“, sagte Klopp.
Die DFB-Mitteilung im Wortlaut:
„DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke haben gestern in New York ein erstes intensives Gespräch mit Jürgen Klopp zur möglichen Übernahme des Amtes des Bundestrainers geführt. Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt. Die Gespräche werden in der kommenden Woche fortgesetzt. Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen - vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull - letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können. Ein möglicher Vertrag muss final in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden.“ (dpa/sid)
