Ein amerikanischer Wetter-Experte schlägt Alarm: Das WM-Duell zwischen England und Norwegen könnte wegen heftiger Gewitter und sengender Hitze verschoben werden.
Wetter-Alarm in MiamiMuss WM-Viertelfinale verschoben werden?

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Ein Unwetter hatte beim WM-Spiel zwischen England und Mexiko für eine Verzögerung gesorgt. Im Viertelfinale zwischen England und Mexiko könnte es erneut dazu kommen.
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In Südflorida zieht vor dem WM-Viertelfinalspiel von England gegen Norwegen einiges auf – und das ist wörtlich zu nehmen.
Die englische Mannschaft, die „Three Lions“, ist für die entscheidende Partie am Samstag im Hard Rock Stadium in Miami angekommen. Allerdings droht das Wetter, die Pläne komplett zu durchkreuzen.
Strenge Fifa-Vorschrift droht mit langer Pause
Seit mehreren Tagen leidet die Gegend unter heftigen Wetterkapriolen; für Donnerstag und Freitag wurden wegen Temperaturen im oberen 30-Grad-Bereich bereits Hitzewarnungen ausgesprochen.
Nun warnt der Wetterfachmann Chad Merrill von AccuWeather eindringlich. Er stuft die Wahrscheinlichkeit für Unwetter in der Stadiongegend zur Anstoßzeit am Samstag als „wahrscheinlich“ ein.
Merrill erläuterte den Vorgang: Vom Atlantik kommender Seewind verursacht nachmittags Regenschauer und Gewitterzellen. Diese bewegen sich in Richtung Westen und können heftige Regenfälle und starke Windböen im Gepäck haben. Das berichtet „The Sun“.
Die Anstoßzeit um 17 Uhr erweist sich als problematisch, weil die Gewitterfronten schon um die Mittagszeit entstehen. „In der Zeit von Mittag bis zum frühen Nachmittag wird es wahrscheinlich einige Gewitter und Blitze in der Nähe des Spiels geben“, so Merrill. Die Anhänger können nur die Daumen drücken, dass sich die Wettersituation bis zum Abend entspannt, um eine Störung des Matches zu verhindern.
Der Fachmann macht aber auch deutlich, dass die Bedrohung mit dem Abzug des Sturms nicht endet. Selbst wenn die Gewitterzelle schon vorbeigezogen ist, können Blitze weiterhin eine Gefahr sein.
Das Regelwerk der Fifa ist in diesem Punkt knallhart: Bei einem Blitzeinschlag im Umkreis von acht Meilen (etwa 13 Kilometer) zum Stadion wird die Partie zwingend für 30 Minuten gestoppt. Das WM-Spiel zwischen England und Mexiko war deshalb um eine Stunde verschoben worden.
Das Spiel zwischen Frankreich und dem Irak (3:1) in Philadelphia wurde wegen eines Gewitters sogar für mehr als zwei Stunden unterbrochen. Auch bei Mexiko gegen Ecuador (2:0) verzögerte sich der Anpfiff aufgrund des Unwetters um eine Stunde.
Laut Merrill können Blitze einen Bereich von 10 bis 20 Meilen abdecken, auch wenn sich das Zentrum des Unwetters bereits entfernt hat. „Auch wenn der Sturm vorüber ist, kann die Blitzgefahr für eine längere Zeit bestehen bleiben“, fügte er hinzu.
Allerdings sind nicht allein die Unwetter eine Bedrohung für die Zuschauer. Ein Risiko geht ebenso von der Hitze und der Luftbeschaffenheit aus. Man rechnet mit Temperaturen um 33 Grad Celsius, während die gefühlte Temperatur sogar 37 Grad erreichen kann. Wegen Buschfeuern in Florida ist die Luftqualität nur mittelmäßig, was Personen mit Atemwegserkrankungen zu spüren bekommen könnten. (red)

