RB Leipzig Nach DFB-Pokal-Thriller: Kampl sorgt mit skurrilem Siegerfoto für Ärger – „Entwürdigung des Pokals“

RB Leipzig ist DFB-Pokalsieger 2022. Kevin Kampl (M.), hier beim gemeinsamen Feiern mit Coach Domenico Tedesco (r.).

RB Leipzig ist DFB-Pokalsieger 2022. Kevin Kampl (M.), hier beim gemeinsamen Feiern mit Coach Domenico Tedesco (r.) am 22. Mai 2022.

RB Leipzig ist DFB-Pokalsieger! Den ersten Titel-Triumph in der noch jungen Vereinsgeschichte feierten die Sachsen mit einer Brause-Taufe. Und die sorgte für mächtig Ärger...

Aller guten Dinge sind drei! Nach kräftezehrenden Jahren des Wartens ist es RB Leipzig mit dem Sieg gegen den SC Freiburg im DFB-Pokalfinale (4:2 i. E.) am vergangenen Samstag (21. Mai 2022) gelungen, den Titel-Fluch zu beenden. Es war das dritte Finale der Sachsen in vier Jahren.

Der wohl historischste Moment in der noch jungen Vereinsgeschichte sorgte für ausgelassene Stimmung. Spieler, Coach Domenico Tedesco (36) und der Stab feierten bis in die frühen Morgenstunden.

Brause-Offensivspieler Kevin Kampl (31) schien die nigelnagelneue RB-Gravur auf dem goldenen DFB-Pokal allerdings nicht auszureichen. Der Slowene sorgte mit einem Feier-Schnappschuss für reichlich Gegenwind. Frei nach dem Motto: Wo RB draufsteht, sollte auch RB drin sein....

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RB Leipzig: Kevin Kampl schüttet Red Bull in DFB-Pokal

Da stand er, der goldene DFB-Pokal, dem RB Leipzig in den vergangenen Jahren so sehr hinterhergejagt war. Stolz posierte Kampl neben der prunkvollen Trophäe. „Pokalsieger 2022“, zierte das knallrote RB-Shirt des Slowenen, das er auf dem Instagram-Sieger-Schnappschuss trug. Nur der DFB-Pokal schien noch eingeweiht werden zu müssen:

Kampl entschied sich kurzerhand für eine Brause-Taufe. Der Offensivspieler öffnete eine Energydrink-Dose und ließ deren Inhalt genüsslich in den goldenen Pokal laufen. Die irre Aufnahme garnierte der 31-Jährige mit einem dezenten Grinsen...

RB Leipzig: Kampl sorgt mit Energy-Drink-Taufe für Ärger

Bei den Zuschauern und Zuschauerinnen kam das allerdings weniger gut an. Zumindest bei denen, die während des Finales dem SC Freiburg die Daumen gedrückt hatten. Kampl und der Brause-Klub kassierten unzählige Schmähkommentare. Das österreichische Wunderelixier, das Flügel verleihen soll, im heiligen DFB-Pokal? Zu viel für die deutschen Tradition-Fanatiker.

  • „Wer Red Bull trinkt, hat den Fußball nie geliebt.“
  • „Da muss Bier rein und nicht diese Gummibärchenplörre.“
  • „Herrlich inszeniert, wie der ganze Verein.“
  • „Dass ihr euch nicht lächerlich vorkommt, sowas zu posten.“
  • „Und ihr wundert euch, warum euch niemand mag?“
  • „Entwürdigung des Pokals.“

Ein anderer Kritiker stellte eine humorvolle Verbindung zu Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer (66) her. Der hatte vor dem Europa-League-Titel der Hessen gegen die Glasgow Rangers nämlich angekündigt, endlich aus der Trophäe trinken zu wollen. „Peter Fischer auf Wish bestellt.“ Nur dürfte Peter Fischer mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf eine andere Pokal-Füllung zurückgegriffen haben.

Vereinzelt sammelten sich allerdings ein paar positive Kommentare. Die starke Aufholjagd der Sachsen, die nicht nur mit 0:1 zurücklagen, sondern auch nach Roter Karte einen Mann weniger auf dem Feld hatten, hinterließ einen bleibenden Eindruck.

„Zum ersten Mal das richtige Getränk in diesem Pott.“ Ein anderer schrieb: „Was für ein geiles Bild. Das habt ihr euch verdient, dass Fußballdeutschland mit all seinen Hatern zusehen muss, wie ihr jetzt Brause in den Pokal kippt.“ (cw)

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