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„Nehme Geldstrafe in Kauf“ DFB-Boss Neuendorf verteidigt Neuers Binde – und attackiert FIFA-Chef Infantino

Bernd Neuendorf kommt zur DFB-Pressekonferenz.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf bei seiner Pressekonferenz am Freitag (18. November 2022) in Katar.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich zum Start der WM-Mission in Katar zu den aktuellen Themen geäußert. Dabei kündigte er eine große Spende des Teams an und verteidigte die Kapitänsbinde.

Dass diese Weltmeisterschaft mit anderen Maßstäben zu messen ist, wurde auch bei der Auftakt-Pressekonferenz aus dem deutschen Quartier in Al-Ruwais wieder mehr als deutlich. DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61) musste am Freitag (18. November 2022) gleich mehrere Baustellen bearbeiten – die meisten davon politischer Natur.

„Ich bin seit acht Monaten im Amt und trage gerade bei dieser WM eine hohe Verantwortung. Das ist fordernd“, sagte er. EXPRESS.de dokumentiert die wichtigsten Aussagen. Das sagte der deutsche Fußball-Boss über…

DFB-Präsident Neuendorf: „Werden Japan-Spiel sicherlich gewinnen“

…die sportliche Situation: „Man spürt, dass die Spannung im Kessel steigt. Ich nehme eine positive Anspannung wahr, gepaart mit gesunder Lockerheit. Diese Truppe ist eine echte Einheit. Die Atmosphäre stimmt, die Ansprache auch. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass wir einen positiven Auftakt erleben und das Japan-Spiel sicherlich gewinnen.“

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…die Haltung der Mannschaft zu Katar: „Die Spieler positionieren sich, haben Interesse an den Vorgängen im Land. Sie haben ein gutes Sensorium für die Situation, in der wir uns neben dem Fußball befinden.“

…eine Spendenaktion des Teams: „Die Mannschaft unterstützt mit ihrem Geld über fünf Jahre ein SOS-Kinderdorf in Nepal mit einer Million Euro. 400.000 Wanderarbeiter kommen aus Nepal. Wir wollen die Menschen unterstützen, wo sie herkommen, um den Migrationsdruck zu nehmen. Die Kinder sollen Bildung erfahren. Das ist eine Maßnahme, die wirklich ein Zeichen setzt und nachhaltig ist, damit sich die Dauerschleife nicht wiederholt und die nächste Generation erneut ihr Land verlassen muss, um als Wanderarbeiter nach Katar zu kommen.“

…die Nicht-Unterstützung von Gianni Infantino bei der Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten: „Alle wissen, dass seine Wiederwahl sehr wahrscheinlich ist. Sein Schreiben, dass man sich bei der WM nun um Fußball kümmern sollte, hat uns irritiert und verstört. Daher mussten wir ein Zeichen setzen. Mich haben auch andere Dinge irritiert, auch das Verbot des Slogans beim dänischen Trikot. Wir sprechen da nicht über eine politische Entscheidung. Hier geht es um Menschenrechte, die sind auf der ganzen Welt allgemeingültig und verbindlich.“

…die Lage im Iran: „Die sehr mutigen Frauen im Iran verdienen jede Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die iranische Mannschaft geht auf Distanz zum Regime. Das ist ein gutes Zeichen. Dass sich die FIFA da nicht positioniert hat, ist für mich wie der Fall Dänemark. Da wäre es angebrachter als beim Menschenrechts-T-Shirt.“

Deutschlands Torhüter und Kapitän Manuel Neuer trägt die Kapitänsbinde mit der Aufschrift "One Love".

Manuel Neuer soll die One Love-Kapitänsbinde wie hier am 16. November 2022 im Oman auch in Katar tragen.

…die „One Love“-Kapitänsbinde: „Unsere Binde setzt genau da an, worum es im Iran geht. Da geht es um Menschenrechte generell, um den Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, für Frauenrechte. Wir sprechen darüber, was passiert, wenn die Binde verboten würde. Wenn es eine Geldstrafe oder andere Sanktionen geben würde, müssten wir beraten. Ich wäre auch bereit, eine Geldstrafe in Kauf zu nehmen. Das ist keine politische Äußerung, sondern ein Statement für die Menschenrechte.“

DFB: 35.000 Tickets für Katar-WM wurden in Deutschland verkauft

…Botschaften durch die Mannschaft: „Wir finden nicht nur Worte. Die Mannschaft hat in den vergangenen Monaten immer wieder Zeichen gesetzt. Wir sind so verblieben, dass wir uns das ausdrücklich vorbehalten. Ich möchte nicht ausschließen, dass es während des Turnierverlaufs noch die eine oder andere Aktion gibt.“

…deutsche Fans: „Ich kann alle Menschen verstehen, die hier hinreisen, um die Mannschaft zu unterstützen. Gleichfalls verstehe ich auch die, die sich anders entschieden haben. Insgesamt wurden 35.000 Tickets nach Deutschland verkauft. Wie viele Fans nun bei den einzelnen Spielen sein werden, kann ich noch nicht genau sagen.“

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