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Update

Eskalation nach Paris-SiegTötungsversuch bei CL-Party – Mann stirbt bei Unfall

Aktualisiert:

Die Polizei musste in Paris rund um den Gewinn der Champions League von PSG etliche Male eingreifen.

In Paris und anderen Städten in Frankreich ist es während und nach dem Champions-League-Finale zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Fußballfans gekommen.

Nach dem Abpfiff und dem Sieg für PSG herrschte im Zentrum der Hauptstadt pures Chaos, immer wieder wurden Brände gelegt und randaliert.

Motorradfahrer stirbt nach Unfall

Wie das französische Innenministerium mitteilte, wurden infolge des Triumphs von Paris Saint-Germain im Finale gegen den FC Arsenal 780 Personen festgenommen, 457 kamen anschließend in Polizeigewahrsam. Zudem seien sieben Polizisten verletzt worden. Die entspreche einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als PSG das Finale von München gegen Inter Mailand gewann (5:0), um 32 Prozent.

Landesweit wurden nach Angaben von Innenminister Laurent Nunez 219 Personen verletzt, acht davon schwer. Darunter war ein 16-Jähriger, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Paris von vier Personen „vorsätzlich“ getötet werden sollte. Bei einem Unfall auf der Périphérique in Paris kam nach Angaben der Behörden ein Motorradfahrer ums Leben. Er prallte an einer Ausfahrt der Ringstraße auf Betonblöcke, die dort aufgestellt worden waren.

Nunez nannte die Unruhen, bei denen auch Fahrzeuge und Geschäfte beschädigt wurden, „absolut inakzeptabel“. In Paris stürmten Anhänger laut der Nachrichtenagentur AFP die Ringautobahn und hielten den Verkehr auf. Nach dem Sieg von PSG im Elfmeterschießen seien zudem rund 20.000 Fans auf die Champs-Élysées geströmt, teilte die Polizei mit.

In der Nähe der Prachtstraße wurde demnach eine Bushaltestelle zerstört. Nahe des Parc des Princes seien zudem eine Bäckerei und ein Restaurant beschädigt worden. Dazu sollen Wurfgeschosse auf Polizeibeamte geworfen worden sein. Laut AFP sollen die Einsatzkräfte mit Tränengas reagiert haben, nachdem Feuerwerkskörper auf sie geworfen worden waren.

Innenminister Nunez erklärte, es habe ein „sehr robustes, sehr solides Sicherheitskonzept“ gegeben, um Gewalt einzudämmen. „Unsere Aufgabe ist es, allen eine festliche Feier zu garantieren, die ruhig und vollständig sicher ist“, sagte ein Polizeisprecher.

Rund 22.000 Polizisten waren landesweit im Einsatz, davon 8000 in Paris, nachdem bereits der Triumph von PSG in der Königsklasse im vergangenen Jahr von Unruhen auf den Straßen begleitet worden war.

Zu Zwischenfällen kam es in rund fünfzehn Städten, darunter Plünderungen in Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble. Nach Behördenangaben wurden sieben Polizisten verletzt. „Es gab feierliche Demonstrationen, die von einer Reihe von Ausschreitungen begleitet waren, was der Situation entspricht, die wir erwartet und daher vorausgesehen hatten. Diese Ausschreitungen sind absolut inakzeptabel“, erklärte Nuñez. (dpa/sid)

Ousmane Dembélé, Vitinha und Fabian Ruiz jubeln gemeinsam.
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