Eine Millionärin verschwand 1981 spurlos. 45 Jahre später identifizieren Ermittler ihre Leiche – und lösen einen spektakulären Cold Case.
Mysteriöser Cold CaseMillionärin jahrzehntelang verschwunden – jetzt enthüllt DNA die Wahrheit

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Eine Millionärin verschwand 1981 spurlos. 45 Jahre später identifizieren Ermittler ihre Leiche. (Symbolbild)
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Wie das US-Magazin „People“ berichtet, ist ein jahrzehntealtes Rätsel um eine vermisste Millionärin aus Kalifornien gelöst. Nach 45 Jahren haben Ermittler eine 1981 gefundene Leiche als die damals 80-jährige Thelma Gaston identifiziert.
Die Frau war über vier Jahrzehnte nur als „Jane Doe“ bekannt – eine in den USA übliche Bezeichnung für eine unbekannte weibliche Person. Moderne DNA-Analysen brachten nun Licht in den lange ungeklärten Fall, der damals auch ohne Leiche zu einer Verurteilung führte.
Der Fall reicht weit zurück: Im Jahr 1981 entdeckte ein Mann beim Holzsammeln in der Nähe des Sugar Loaf Mountain im Riverside County ein flaches Grab mit den stark verwesten Überresten einer Frau. Laut „People“ war eine Identifizierung aufgrund des Zustands der Leiche damals unmöglich.
Fund beim Holzsammeln im Jahr 1981
Der Durchbruch gelang erst durch neue finanzielle Mittel im Jahr 2022, mit denen die Rechtsmedizin alte ungeklärte Fälle systematisch neu aufrollte. Mithilfe genetischer Genealogie konnte die DNA aus den Knochen nun zweifelsfrei Gaston zugeordnet werden.
Gaston war im Juni 1981 spurlos aus ihrer Wohnung im über 130 Kilometer entfernten Century City verschwunden. An ihrer Tür klebte damals eine Notiz, wonach sie lediglich nach ihrer Katze suche. Später stellte sich heraus, dass dieses Schreiben vermutlich gefälscht war. Die Seniorin hatte durch Immobiliengeschäfte ein Vermögen von mehr als 20 Millionen Dollar angehäuft. 1957 starben sowohl ihr Ehemann als auch ihr Sohn.
Lebensgefährte plünderte Konten und erfand Ozean-Lüge
Obwohl die Leiche jahrzehntelang nicht zugeordnet werden konnte, sitzt der wegen Mordes verurteilte Lawrence Remsen bereits seit den 1980er-Jahren hinter Gittern. Gaston war damals mit dem 39-jährigen Teppichhändler liiert. Nach ihrem Verschwinden tauchten Dokumente auf, die Remsen angeblich eine Vollmacht über ihr Vermögen erteilten.
Nach Angaben der Ermittler handelte es sich dabei um Fälschungen. Remsen versuchte, rund 100.000 Dollar von Gastons Konten abzuheben und Immobilien zu verkaufen. Er wurde schließlich von Grenzschützern bei der Rückreise aus Mexiko festgenommen.
Vor Gericht behauptete der Mann, er habe Gaston bereits tot aufgefunden und ihre Leiche im Ozean entsorgt, um unbemerkt an ihr Geld zu gelangen. Obwohl damals keine Leiche vorlag, wurde er nach US-Recht wegen Mordes zweiten Grades zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die Entdeckung der Gebeine in den Bergen widerlegt seine damalige Darstellung, er habe die Leiche im Ozean entsorgt, und bringt nach fast einem halben Jahrhundert Gewissheit über den Verbleib der Millionärin. (jag)
