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Über eine Million Euro futschMieser Betrug: Frau fällt auf „Markus Lanz“-Fake herein

Die Talkshow mit Markus Lanz wird dienstags bis donnerstag am späten Abend ausgestrahlt - und ist des Öfteren Vorlage für KI-Fakes. (Bild: ZDF / Markus Hertrich)

Copyright: ZDF / Markus Hertrich

Die Talkshow mit Markus Lanz wird dienstags bis donnerstag am späten Abend ausgestrahlt - und ist des Öfteren Vorlage für KI-Fakes. (Bild: ZDF / Markus Hertrich)

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Eine Frau aus Sachsen glaubte, in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ einen lukrativen Geldtipp gesehen zu haben - dabei war das Video komplett gefälscht. Am Ende hatte sie mehr als eine Million Euro an Betrüger überwiesen.

Mit einem täuschend echt wirkenden KI-Video der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ haben Betrüger eine Frau aus dem mittelsächsischen Lichtenberg um ihr gesamtes Vermögen gebracht.

Die Geschädigte erstattete am Samstag (4. Juli) Anzeige bei der Chemnitzer Kriminalpolizei. Das machte jetzt die Polizeidirektion Chemnitz in einer Pressemitteilung bekannt.

Polizei rät zu Misstrauen bei hohen Renditeversprechen

Demnach war die Frau im April im Internet auf das gefälschte Video gestoßen. Darin sprach eine angebliche Finanzexpertin in einer täuschend echt nachgebildeten Version der ZDF-Talkshow über eine angeblich hochprofitable Geldanlage. Im Video eingebettet war ein Link zu einer Plattform namens „Investhub 3.0“.

Nachdem sich die Frau dort registriert hatte, meldeten sich zunächst eine Frau und kurz darauf ein angeblicher Broker telefonisch bei ihr. Dieser überzeugte sie von Investitionen in Gold, Öl und Kryptowährungen. Was mit rund 250 Euro begann, weitete sich in den folgenden Monaten zu immer größeren Überweisungen aus - zunächst knapp 10.000 Euro, später Beträge von mehr als 460.000 Euro auf wechselnde Konten.

Über Telefonate und Messenger-Nachrichten hielten die Täter den Kontakt zu ihrem Opfer über Monate aufrecht und bauten so kontinuierlich Vertrauen auf. Erst als sich der vermeintliche Broker nicht mehr meldete und die Frau bereits mehr als eine Million Euro investiert hatte, erkannte sie den Betrug und wandte sich an die Polizei.

Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Betrugsversuchen ein, bei denen Kriminelle mithilfe künstlicher Intelligenz gefälschte Videos bekannter Persönlichkeiten oder Fernsehformate erstellen, um Vertrauen zu erschleichen.

Die Polizei rät:

  1. Misstrauisch sein bei hohen Renditeversprechen ohne erkennbares Risiko
  2. Anbieter und Plattformen sorgfältig prüfen - häufig handelt es sich um Fälschungen
  3. Sich nicht unter Druck setzen lassen und sich Zeit für Prüfungen nehmen
  4. Unabhängige Beratung nutzen, etwa bei Verbraucherzentralen
  5. Im Betrugsfall umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten
  6. Vorsicht bei sogenannten „Rückhol-Angeboten“ nach einem Betrug - auch diese sind oft selbst Betrugsmaschen (tsch)
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