Nach schwachem Beginn hat England einen 0:1-Rückstand gegen Norwegen im Viertelfinale der WM 2026 noch gedreht. Ein Doppelpack von Jude Bellingham sorgte für den Sieg nach Verlängerung.
Tuchel stoppt SolbakkenEngland gewinnt WM-Krimi in der Verlängerung

Copyright: AFP
England hat das Spiel gegen Norwegen gedreht und den Einzug ins Halbfinale der WM perfekt gemacht.
Aktualisiert:
Der Traum vom ersten Titel seit 1966 lebt: Dank Doppelpacker Jude Bellingham ist England nach einem Krimi ins Halbfinale der WM eingezogen und hat zugleich Norwegens wundersame Reise beendet.
Die Mannschaft von Thomas Tuchel besiegte im Viertelfinale von Miami eines der Überraschungsteams dieser WM mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung und fordert nun am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ) in Atlanta Weltmeister Argentinien oder die Schweiz.
England hofft auf zweiten WM-Titel nach 1966
Damit die 60 Jahre lange Leidenszeit wirklich endet, müssen sich die Engländer aber noch steigern. Norwegen mit Stürmerstar Erling Haaland und Trainer Stale Solbakken bot ihnen reichlich Gegenwehr und ging durch Andreas Schjelderup (36.) gar in Führung.
Doch der überragende Bellingham (45.+2/93.) mit seinen Turniertoren fünf und sechs drehte bei extrem schwierigen Bedingungen mit Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit die Partie. Schon weit vor dem Schlusspfiff stimmten die England-Fans den Beatles-Klassiker „Hey Jude“ an.
Tuchel hatte bereits vor Wochen den Titel als klares Ziel ausgerufen. Es sei wichtig, groß zu denken und darüber auch zu sprechen. Seine Mannschaft hatte im Achtelfinale von Mexiko-Stadt den Co-Gastgeber Mexiko ausgeschaltet und zusätzlich Selbstvertrauen gesammelt.
Am Samstag in Miami taten sich die Engländer nach einer Schweigeminute für den verstorbenen südafrikanischen WM-Teilnehmer Jayden Adams jedoch zunächst schwer. Norwegen stand tief, verschob diszipliniert und bot Harry Kane und Co. keine Räume.
Die Kombinationen der Engländer waren zu behäbig, was jedoch auch an den hohen Temperaturen gelegen haben könnte. Von gefühlten 38 Grad war die Rede. Erst nach dem Rückstand drehte England auf und hatte nach 120 Minuten die besseren Nerven und Kraftreserven.
