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Tor-Spektakel in HeidenheimWerkself gibt Sieg aus der Hand

Am Ende gibt es zwischen Heidenheim und Leverkusen keinen Sieger.

Copyright: Harry Langer/dpa

Am Ende gibt es zwischen Heidenheim und Leverkusen keinen Sieger.

Nach dem CL-Aus der nächste Rückschlag für Bayer Leverkusen

Ein Unentschieden, das sich wie eine Niederlage anfühlt. Nur fünf Tage nach dem Ausscheiden aus der Champions League musste Bayer Leverkusen den nächsten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga hinnehmen. Die Werkself gab in einer turbulenten zweiten Hälfte eine zweimalige Führung aus der Hand und kam beim Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim nicht über ein dramatisches 3:3 (2:0) hinaus.

Die Treffer von Malik Tillman (22. Minute) und einem doppelt erfolgreichen Patrik Schick (35./79.) waren am Ende zu wenig. Damit verpasste es die Hjulmand-Elf, im Rennen um die erneute Teilnahme an der Königsklasse den Druck auf die Konkurrenz zu steigern. Für Heidenheim ist der Abstieg in die zweite Liga, wie die dpa meldet, nach dem 14. Spiel ohne Sieg in Serie und mit neun Zählern Abstand auf den Relegationsplatz 16 wohl kaum noch abzuwenden. Der Achtungserfolg durch die Tore von Patrick Mainka (56.) und Marvin Pieringer (72./Elfmeter/85.) beweist aber eine intakte Moral.

Torwart-Rochade bei Bayer

Bayer-Trainer Kasper Hjulmand hatte sich nach dem Aus im Europapokal beim FC Arsenal bedeckt gehalten, wer im Tor stehen würde. Die Frage war, ob der in London überzeugende Keeper Janis Blaswich dem wieder genesenen Mark Flekken weichen muss. „Es ist eine schwierige Wahl“, gestand der dänische Coach – und stellte am Ende Flekken auf.

Nach mehr als zwei Monaten Pause feierte der Schlussmann sein Comeback. In der Anfangsphase wurde seine Sicherheit im Strafraum kurz getestet, doch danach erlebte Flekken zunächst einen ruhigen Nachmittag, ähnlich wie im Hinspiel. Beim damaligen 6:0-Sieg hatte Bayer bereits in den ersten 27 Minuten viermal getroffen. „Das war schwer zu ertragen“, blickte FCH-Coach Frank Schmidt zurück.

Schmidt mit Treuebekenntnis zum FCH

Schmidt hatte unter der Woche selbst für klare Verhältnisse gesorgt, nachdem Spekulationen um seine Person die Runde machten. „Auf mich kann man sich verlassen, ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen“, stellte der dienstälteste Trainer der Bundesliga klar. Sein Kontrakt beim FCH ist noch bis 2027 gültig.

1. FC Heidenheim - Bayer Leverkusen

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Wird seinen Vertrag erfüllen: FCH-Coach Frank Schmidt.

Die Gäste dominierten die Partie erwartungsgemäß und gingen durch Tillman mit ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion in Front. Coach Schmidt saß sichtlich frustriert mit verschränkten Armen auf der Bank. Sein Team verteidigte sehr tief und fand kaum Wege zur Entlastung. Dies nutzten die Leverkusener, als der völlig freistehende Schick den Vorsprung ausbaute.

1. FC Heidenheim - Bayer Leverkusen

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Nutzt seine Freiheiten: Patrik Schick.

Verrückte Schlussphase mit Happy End für Heidenheim

Doch wie schon oft in dieser Spielzeit fehlte den Hausherren zunächst das nötige Quäntchen Glück: Direkt nach dem Seitenwechsel scheiterte der eingewechselte Julian Niehues am Pfosten. Kurze Zeit später war es aber der aufgerückte Verteidiger Mainka, der dem Underdog neue Hoffnung schenkte. Nathan Tella hätte beinahe postwendend geantwortet, doch sein Versuch wurde von Keeper Diant Ramaj an die Querlatte gelenkt.

Die Heidenheimer spürten, dass hier etwas möglich war. Mit der Hereinnahme von Sirlord Conteh und Marvin Pieringer wurde die Marschroute noch offensiver. Und es war Pieringer, der Robert Andrich davonlief, einen Elfmeter provozierte und diesen anschließend selbst zum Ausgleich nutzte.

Die Freude im Stadion währte jedoch nur kurz. Im Anschluss an einen Eckstoß war es wieder Schick, der zur Stelle war. Doch selbst diese erneute Führung brachte den Gästen nicht die erhoffte Stabilität. Kurz vor dem Abpfiff schlug Pieringer erneut zu und sicherte das 3:3, das von den Heidenheimern wie ein Sieg gefeiert wurde. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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