Augsburg im Ausnahmezustand: Proteste und ein Herzschlagfinale!
Spiel länger unterbrochenAugsburg-Fans sorgen mit Flummi-Protest für Ärger

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Augsburg-Keeper Finn Dahmen fand die Flummi-Aktion scheinbar nicht gut.
Was für ein turbulenter Abend in der WWK-Arena! Der FCA ließ am Donnerstagabend (15. Januar 2026) eine goldene Gelegenheit im Kampf um den Klassenerhalt liegen.
Gegen die Gäste aus Berlin sprang am Ende nur ein 1:1 heraus, obwohl man lange führte und zum Schluss sogar in Überzahl war. Aber nicht nur sportlich war was los: Die eigenen Anhänger zwangen das Spiel mit einer Aktion zu einer Pause.
Union Berlin schlägt gegen Augsburg spät zurück
Die Berliner starteten zunächst etwas stärker in die Begegnung und erarbeiteten sich durch Schäfer (19.), Jeong (22.) und Burke (29.) erste gute Chancen. Eine bizarre Szene spielte sich dann in der 33. Minute ab: Aus der Augsburger Kurve segelten auf einmal massenhaft Fußball-Flummis auf das Spielfeld.
Damit machten die Fans ihrem Ärger über die zerstückelten Spieltage in der Bundesliga Luft. Ihren Wunsch brachten sie mit einem Spruchband unmissverständlich zum Ausdruck: „Ob auswärts oder daheim, Samstag 15.30 Uhr soll es sein!“ Begleitet wurde das Ganze von lauten „Sch****, sch****, DFB“-Rufen. Die Partie war daraufhin für fünf Minuten unterbrochen. Das berichtet „Bild“.
Die Aktion weckte Erinnerungen an die Tennisball-Proteste, die sich vor etwa zwei Jahren gegen den gescheiterten Investoren-Einstieg bei der DFL richteten. Der Kick-off am Donnerstag um 20.30 Uhr resultierte aus der Verteilung der Live-Rechte durch die DFL im Dezember 2024.
Diese sah vor, einen Spieltag unter der Woche auf drei Abende zu strecken. Nach der Zwangspause schlug die Stunde von Alexis Claude-Maurice: In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs (45.+6) jagte der Augsburger das Leder aus 28 Metern über die Lattenunterkante zum 1:0 in die Maschen – es war sein erster Treffer in dieser Saison.
Auch im zweiten Abschnitt ging es ereignisreich weiter. Zuerst setzte Claude-Maurice einen Freistoß an den Pfosten (58.), dann glänzte Union-Schlussmann Rönnow mit einer Parade gegen Kade (60.). Die letzten Minuten waren an Dramatik kaum zu überbieten.
Zunächst flog Unions Köhn vom Platz, nachdem er Augsburgs Essende brutal mit dem Fuß im Gesicht traf (89.). Wer aber glaubte, die Partie sei damit gelaufen, hatte sich getäuscht. Denn die Berliner schafften in Unterzahl tatsächlich noch den Ausgleich! Ein Versuch von Ilic wurde von seinem Mitspieler Ljubicic entscheidend zum 1:1-Endstand abgelenkt (90.+2).
Und wieder war es Ljubicic! Schon am vorherigen Wochenende hatte der Kroate seinem Team mit einem späten Treffer zum 2:2 gegen Mainz einen Zähler gesichert. Während die Hauptstädter somit seit vier Partien unbesiegt sind und Rang neun belegen, verharrt Augsburg mit 15 Zählern aus 17 Spielen auf dem 15. Tabellenplatz und steckt weiter mitten im Überlebenskampf. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
