Bei RB Leipzig holte der BVB nach einem dramatischen Comeback noch einen Punkt. Die Dortmunder Profis bejubelten den Treffer allerdings wie einen Sieg, was Sportmoderatorin Lena Cassel irritiert hat.
DAZN-Moderatorin wettert„Nicht verstanden, warum man nach einem 2:2 so jubelt“
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Es war das Topspiel des 23. Bundesliga-Spieltags – und es hätte für Borussia Dortmund so viel mehr sein können!
Beim 2:2 (0:2) bei RB Leipzig holte der BVB nach einem dramatischen Comeback noch einen Punkt. Fábio Silva traf in der Nachspielzeit zum glücklichen Ausgleich. Die Dortmunder Profis bejubelten den Treffer allerdings wie einen Sieg.
Lena Cassel: „Das waren für mich eigentlich zwei Punkte zu wenig“
Sportmoderatorin Lena Cassel, bekannt von DAZN und zuletzt zu Gast im Sport1-„Doppelpass“, fand in der Gesprächsrunde klare Worte. „Das war gestern eine Riesenchance für Dortmund“, sagte sie. „Um noch mal den Druck auf die Bayern maximal zu erhöhen.“
Denn klar ist auch: Durch das Remis beträgt der Rückstand des BVB auf Tabellenführer FC Bayern bereits acht Punkte – und das eine Woche vor dem Liga-Klassiker zwischen den beiden Vereinen.
Ein Sieg in Leipzig hätte diesen Abstand auf fünf Punkte verkürzt und dem BVB vor dem Duell mit dem Rekordmeister enormen Rückenwind verschafft. Abwehr-Ass Nico Schlotterbeck hatte erst kürzlich das Meisterrennen gegen den Rekordmeister mutig ausgerufen. Stattdessen: Punkteteilung.
Cassel versteht die Jubelstimmung in Schwarz-Gelb deshalb überhaupt nicht. „Ich muss ehrlich gestehen: Ich hab’ nicht verstanden, warum man nach einem 2:2 dann auch so jubelt. Das waren für mich eigentlich zwei Punkte zu wenig.“
Dabei hatte Leipzig lange alles im Griff. Die Sachsen führten zur Pause mit 2:0, ehe der BVB nach der Halbzeit das Spiel drehte – oder zumindest egalisierte. Für Cassel ändert das nichts an der grundsätzlichen Bewertung. Wer den Bayern gefährlich werden wolle, müsse solche Spiele gewinnen – gerade in dieser Phase der Saison.
„Wenn du die Ambitionen hast, den Bayern in irgendeiner Form gefährlich werden zu wollen, dann musst du dieses Spiel eine Woche vor dem Klassiker unbedingt gewinnen“, so Cassel, „um mit richtig breiter Brust gegen die Bayern aufzutreten.“
Stattdessen geht Dortmund nun mit einem psychologischen Nachteil in das Gipfeltreffen. Und Cassel zieht daraus ein unmissverständliches Fazit: „Es gibt deshalb nur einen Gewinner nach diesem Unentschieden gestern: und das ist der FC Bayern.“
Eine Einschätzung, der sich nach dem Spieltag kaum jemand ernsthaft widersetzen dürfte.



