Borussia Dortmund fühlt sich im Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig benachteiligt, besonders deutlich drückt sich dabei BVB-Profi Julian Ryerson aus.
„So eine Pussy!“Wütender BVB-Star schimpft nach Elfmeter-Entscheidung über Schiri
Borussia Dortmund fühlt sich nach dem glücklichen Unentschieden bei RB Leipzig um einen möglichen Sieg gebracht.
Trainer Niko Kovac bemängelte, nach einem Zweikampf zwischen Karim Adeyemi und Castello Lukeba kurz vor Schluss keinen Elfmeter für seine Mannschaft bekommen zu haben. Besonders deutlich wurde sein Schützling Julian Ryerson.
Kovac erinnert sich wegen BVB-Szene an Judo-Vergangenheit
„Ich war bis zum 13./14. Lebensjahr auch Judoka. Das ist eine Sichel, das ist ein Feger“, sagte Kovac bei Sky. „Ich weiß nicht, was wir da im Studio wieder gesehen haben, aber anscheinend das falsche.“
Mit Studio meinte Kovac den Videoschiedsrichter. Keinen Vorwurf machte er Schiedsrichter Benjamin Brand. „Das kann der Schiedsrichter nicht sehen. Aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben“, sagte der 54-Jährige. „Das ist eine Fehlentscheidung. Er trifft ihn ja.“
Außenverteidiger Ryerson konnte sich kurz nach Abpfiff überhaupt nicht einkriegen, schimpfte laut Sport1: „So eine Pussy! Der soll sich erklären! Wo ist er? Kommt der gleich zum Interview?“
Letztlich traf Fabio Silva (90.+5 Minute) doch noch zum 2:2. Zuvor hatten Christoph Baumgartner (20./39.) und RB-Stürmer Romulo (50.) per Eigentor für die Treffer gesorgt. Sportdirektor Sebastian Kehl suchte nach dem Schlusspfiff das Gespräch mit Brand, behielt den Inhalt jedoch für sich.
„Wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein“, sagte der Ex-Profi nur. „Ich bleibe auch nach ein paar Minuten des Nachdenkens und des Herunterkommens dabei, dass das ein klarer Elfmeter ist. Der VAR hätte eingreifen müssen, er hätte auf den Punkt zeigen müssen. Dann wäre das Spiel womöglich nochmal anders gelaufen.“
In dem Laufduell zwischen Lukeba und Adeyemi in der 89. Minute stellte der Stürmer von Borussia Dortmund den Fuß rein, wodurch beide Spieler zu Fall kamen.
„Natürlich stellt Karim den Fuß rein. Aber das macht ein Stürmer so. Das gab es schon häufiger und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein“, sagte Kehl. Der 46-Jährige gehe davon aus, dass die Szene vom Videoschiedsrichter geprüft worden sei. (dpa/bc)


