Ein Treffen mit einem Scheich wird ihm zum Verhängnis. Sardar Azmouns Karriere in der Nationalmannschaft könnte vorbei sein.
Es geht um ein FotoEx-Bundesliga-Profi aus dem Nationalteam geworfen

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Darf Sardar Azmoun nochmal das iranische Trikot tragen?
Der Krieg im Nahen Osten hat nun erneut Konsequenzen für den Fußball. Sardar Azmoun, einer der prominentesten Kicker des Landes und früherer Angreifer von Bayer Leverkusen, ist offenbar aus der Nationalmannschaft verbannt worden.
Der Grund: Ein Bild mit dem Regenten von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid, das als illoyale Handlung gegenüber der Teheraner Regierung interpretiert wird.
Ex-Leverkusener Sardar Azmoun: auch Vermögen in Gefahr?
Die Stimmung zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die als Verbündete der USA und Israels gelten, ist extrem angespannt. Teheran hat nach Luftschlägen, durch die der höchste geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, ums Leben kam, Raketen- und Drohnenattacken gegen die VAE initiiert. Die Agentur Fars, die Verbindungen zu den Revolutionsgarden hat, verkündete die Verbannung und bezog sich dabei auf eine „informierte Quelle innerhalb der Nationalmannschaft“. Das berichtet „Daily Mail“.
Auch wenn Azmoun die Aufnahmen später aus seinen Social-Media-Profilen löschte, war der Schaden schon angerichtet. Der Angreifer wurde im Staats-TV heftig attackiert. Der Fußball-Experte Mohammad Misaghi äußerte sich unmissverständlich zum Benehmen des Profis: „Es ist bedauerlich, dass man nicht genug Verstand hat, um zu verstehen, welches Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt angemessen ist.“
Misaghi setzte noch einen drauf und verlangte Konsequenzen. „Mit solchen Leuten sollte man nicht zimperlich sein. Man sollte ihnen sagen, dass sie es nicht wert sind, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen“, wetterte er. „Wir haben keine Geduld für dieses schmollende und kindische Verhalten.“ Nationalspieler hätten die Pflicht, voller Stolz die Hymne mitzusingen und sich das Trikot zu verdienen.
Der Ausschluss ist für Azmoun, der in 91 Einsätzen für sein Land 57 Treffer markierte und an den Weltmeisterschaften 2018 sowie 2022 teilnahm, eine bittere Pille.
Seine gesamte Laufbahn als Profi fand im Ausland statt, mit Stationen bei Zenit St. Petersburg, Bayer Leverkusen und dem AS Rom. Derzeit ist er für den Verein Shabab Al-Ahli in Dubai aktiv.
Aber das ist noch nicht alles: Laut einer nicht verifizierten Meldung des Kanals Novad News vom Donnerstag soll die Einziehung der Vermögenswerte von Azmoun, dessen Teamkollegen Mehdi Ghayedi und des früheren Nationalspielers Soroush Rafiei angeordnet worden sein.
Die massive Kritik an Azmoun wurde im Kontext einer Feier für das iranische Frauen-Nationalteam gesendet. Von dieser Mannschaft hatten sieben Mitglieder in Australien Asyl gesucht, nachdem man sie im Staats-TV als „Kriegsverräterinnen“ beschimpft hatte, da sie vor einer Partie die Hymne nicht mitsangen. (red)
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