Kurz vor Horror-Verletzung Fan investierte über 200.000 Euro in virtuellen Florian Wirtz

Florian Wirtz liegt nach seiner schweren Knie-Verletzung im Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln am Boden.

Florian Wirtz liegt nach seiner schweren Knie-Verletzung im Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln am Sonntag (13. März 2022) am Boden.

Der Kreuzbandriss von Florian Wirtz war für Fußball-Deutschland ein echter Schock, der Offensivspieler wird lange ausfallen. Kurz zuvor hatte ein Fan viel Geld für ein virtuelles Wirtz-Abbild in die Hand genommen.

Die schwere Verletzung von Offensiv-Talent Florian Wirtz (18) war die große Negativ-Schlagzeile des 26. Bundesliga-Spieltags. Wie begehrt das derzeit größte Juwel des deutschen Fußballs ist, zeigt auch ein Beispiel aus der virtuellen Welt der NFTs.

Denn kurz bevor sich Wirtz im Derby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln am Sonntag (13. März 2022) einen Kreuzbandriss zuzog, investierte ein Fan auf der Fantasy-Sport-Plattform „Sorare“ sage und schreibe 214.215,12 Euro in eine NFT-Karte des Nationalspielers. Doch was steckt hinter der kostspieligen Investition?

Florian Wirtz: NFT für Fantasy-Spiel teuer verkauft

Die sogenannten Non-Fungible Token (NFT) sind einzigartige digitale Objekte, die in der virtuellen Welt existieren. Sie basieren auf der Blockchain-Technologie, die auch bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und vielen weiteren zugrunde liegt. Als NFT können etwa digitale Kunstwerke oder Musikstücke erworben werden.

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Laut Angaben von „Sorare“ gehört die Wirtz-Karte zu den teuersten Versteigerungen, die es je auf der Plattform gab. Sie kann im Rahmen des zugehörigen Managerspiels zur Fußball-Bundesliga eingesetzt werden. Hierbei stellen die Spieler eine Mannschaft aus fünf Profis zusammen, die ihnen je nach ihren tatsächlichen Leistungen auf dem Platz Punkte einbringen.

Es winken Sachpreise wie Tickets für Fußballspiele und finanzielle Prämien, ausgezahlt in der Kryptowährung Ethereum. In der Liga mit den höchsten Preisgeldern streichen die 34 Spieltagssieger jeweils umgerechnet 3000 Euro ein, erhalten außerdem eine zusätzliche Spieler-Karte, die entweder selbst verwendet, oder meistbietend versteigert werden kann.

Die einzigartige virtuelle NFT-Karte von Florian Wirtz von der Plattform Sorare, die Anfang März für über 200.000 Euro versteigert wurde.

Die einzigartige NFT-Karte von Florian Wirtz von der Plattform „Sorare“, die Anfang März für über 200.000 Euro versteigert wurde.

Von allen Bundesliga-Profis werden vor Saisonbeginn Karten in vier verschiedenen Editionen herausgebracht. Die „Limited“-Version ist insgesamt 1000 Mal erhältlich, die jetzt versteigerte „Unique“-Edition, wie der Name bereits erahnen lässt, nur ein einziges Mal. Die Karten können innerhalb des Spiels gehandelt und an andere Teilnehmer versteigert werden.

NFT von Florian Wirtz gehört zu Rekord-Verkäufen bei „Sorare“

Weil der Wert des virtuellen Florian Wirtz im Wesentlichen mit dessen Leistungen auf dem Platz zusammenhängt, dürfte die lange Ausfallzeit den Wert der Karte kurz nach der teuren Versteigerung zumindest vorübergehend deutlich gesenkt haben. Dem Vorbesitzer hatte der Youngster mit 17 Scorerpunkten in 23 Bundesliga-Spielen noch reichlich Punkte eingebracht und den Wert der Karte damit deutlich gesteigert.

In Deutschland wird „Sorare“ nach eigenen Angaben bislang von rund 70.000 Spielern genutzt, international wurde die Millionen-Grenze inzwischen geknackt. Neben der Bundesliga sind international auch weitere Wettbewerbe wie Spaniens LaLiga Teil der Plattform, hinzu kommen exklusive Partnerschaften mit Top-Vereinen wie dem FC Bayern München, dem FC Liverpool und Juventus Turin.

Der Hype um NFT kennt seit vielen Monaten kaum Grenzen, einzelne Objekte wurden sogar für zweistellige Millionenbeträge erworben. Auch Superstars wie Musiker Justin Bieber (28) investierten schon Millionen-Beträge in einzelne Kunstwerke. Kritiker bemängeln, dass es sich beim kaum regulierten Markt um eine große Blase mit überhöhten Preisen handle, die in keinem Verhältnis mit dem tatsächlichen Wert der gehandelten (virtuellen) Objekte stehen. (bc)

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