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Bank-Frust bei HeimpleiteEx-FC-Knipser Cordoba und Hertha patzen gegen Frankfurt

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Herthas Jhon Cordoba, 15-Millionen-Neuzugang vom 1. FC Köln, blieb im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitagabend glücklos.

von Anton Kostudis (kos)

Berlin – Zweiter Bundesliga-Spieltag, Flutlicht-Ambiente und immerhin 5.000 Zuschauer im Berliner Olympia-Stadion – die Hertha und die Frankfurter Eintracht eröffneten am Freitagabend den wochenendlichen Fußball-Reigen. Für die Gastgeber um Coach Bruno Labbadia (54) gab’s bei der Heim-Premiere in der neuen Saison aber den ersten Dämpfer: Die kampfstarke Eintracht entführte beim 3:1-Auswärtserfolg die drei Punkte aus der Bundeshauptstadt.

Einer, den die Niederlage ganz besonders gewurmt haben dürfte: Stürmer Jhon Cordoba (27). Der Kolumbianer, der für 15 Millionen Euro vom 1. FC Köln gekommen war und beim 4:1-Erfolg in Bremen am ersten Spieltag gleich beim Debüt einen Joker-Treffer bejubeln hatte dürfen, musste erneut auf der Bank Platz nehmen. Dort schmorte der Sturm-Tank dann die ersten 45 Minuten lang – und sah, wie sein Team auf die Verliererstraße geriet.

Eintracht Frankfurt entführt drei Punkte bei Hertha BSC

Denn in der ersten Halbzeit hatten André Silva per Elfmeter (30. Minute) und Bas Dost (36.) die Eintracht per Doppelschlag in Führung gebracht – was auch Hertha-Sportchef Arne Friedrich (41) in der Halbzeitpause auf die Palme brachte. „Wir spielen nicht unser Spiel. Wir hauen die Bälle einfach nach vorne. Insgesamt habe ich einfach das Gefühl, dass wir immer einen Schritt zu spät kommen. Wir müssen die Mannschaft jetzt wach machen“, sagte der Ex-Profi bei DAZN.

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Und genau das tat Labbadia: Er nahm nach der Halbzeitpause einen Dreifach-Wechsel vor! Dabei ließ der Hertha-Coach nun auch Cordoba von der Kette, er ersetzte den wirkungslosen Krzysztof Piatek (25).

Und die Berliner, die auf ihrem Sondertrikot für Stammzellenspenden im Kampf gegen den Blutkrebs warben, präsentierten sich im zweiten Spielabschnitt dann auch deutlich griffiger – angeführt vom nimmermüden und emsig rackernden Cordoba an vorderster Front. Doch auch der Ex-Kölner konnte die Wende nicht mehr herbeiführen.

Stattdessen erzielte Frankfurts Sebastian Rode für die Gäste mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze das 3:0 (71.) – die Entscheidung. „Ich konnte es erst selbst nicht glauben“, kommentierte der Torschütze scherzhaft – sonst ist Rode bekanntlich eher für die eher gröberen Aktionen zuständig. Den Ehrentreffer für die Hertha erzielte dann ein Eintracht-Profi: Martin Hinteregger beförderte eine Hereingabe von Jordan Torunarigha ins eigene Netz (78.). Am Ende war das aber nur Ergebniskosmetik.

Hertha-Keeper Alexander Schwolow (28) war völlig bedient – und ging hart mit sich und seinen Kollegen ins Gericht. „Das war fast wie eine Schüler-Mannschaft“, motzte der Schlussmann über den Auftritt in der ersten Hälfte. In einer Woche muss nun eine deutliche Berliner Steigerung her: Denn am kommenden Sonntag (18 Uhr, Sky) geht's für die Hertha zum FC Bayern nach München. (kos)