Ex-Kölner strahlt nun mit Hertha-Trikot Cordoba setzt sich hohes Ziel in Berlin

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Hertha-Manager Michael Preetz und Sportdirektor Arne Friedrich präsentieren Neuzugang Jhon Cordoba.

Köln – Tschö Jhon! Jhon Cordoba (27) und der 1. FC Köln gehen getrennte Wege. Der Kolumbianer stürmt ab sofort für Hertha BSC. Wie beim FC trägt er auch in der Hauptstadt die Rückennummer 15. „Ich freue mich sehr, ab sofort für Hertha BSC auflaufen zu dürfen. Ich bin vom Potenzial des Klubs überzeugt und möchte hier meine Qualitäten so schnell wie möglich einbringen“, sagte der Neu-Berliner.

Für die neue Saison setzt er sich hohe Ziele: „Ich versuche, mich jedes Jahr zu übertreffen und mehr Tore als im vergangenen Jahr zu erzielen“. Da waren es beim FC 13 Treffer. Das Hertha-System von Trainer Bruno Labbadia (54) überzeugt Cordoba. „Es ist geeignet, Tore zu schießen. Das hat mir sehr gut gefallen“. Dabei sei es ihm egal, ob er als alleinige Spitze agiere oder mit Nebenmann Krzysztof Piatek auf dem Platz stehe: „Beide Varianten sind gut.“

Jhon Cordoba: „Beim FC habe ich Liebe gespürt“

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Wichtig sei für ihn ein gewisser Wohlfühlfaktor. Bei seinem Wechsel vor drei Jahren vom FSV Mainz 05 zum FC verzeichnete Cordoba ein schlechtes erstes Jahr, ehe seine zwei besten Spielzeiten in der bisherigen Karriere folgten. „Ich habe mich dann unterstützt gefühlt und sehr gut aufgenommen, mit Liebe. Deshalb konnte ich mein Potenzial ausschöpfen“

FC-Manager Horst Heldt sagte: „Mit seinen Toren hatte Jhon entscheidenden Anteil am Klassenerhalt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Nach so einer Saison wägt man immer ab, ob man solch einen Spieler ziehen lässt. Letztlich war es Jhons Wunsch, zu wechseln – und wir haben mit Hertha eine Top-Lösung erzielt. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.“

In Berlin freut man sich. „Jhon hat seine Qualitäten in der Bundesliga bereits unter Beweis gestellt und bringt neben seiner Torgefahr genau die Attribute mit, die wir für unseren Sturm gesucht haben: Wucht, Dynamik und Durchsetzungsvermögen“, so Manager Michael Preetz.

1. FC Köln: Jhon Cordoba fühlte sich nicht wertgeschätzt

Nach Angaben des 1. FC Köln erzielt der Verein die zweithöchste Ablösesumme in der Vereinsgeschichte. Der wertvollste Transfer bisher war der von Anthony Modeste nach China für rund 30 Millionen Euro. Über die Transfermodalitäten im Fall Cordoba haben die beiden Klubs aber nun Stillschweigen vereinbart. In Berlin hat Cordoba einen Vertrag bis 2024 unterschreiben.

Es ist das Ende eines zähen Ringens um die Sturmkante. Nachdem es lange so ausgesehen hatte, als würde Cordoba auch in Zukunft für den FC auf Torejagd gehen, zeichnete sich in den letzten Wochen eindeutig ein Kurswechsel ab. Der FC war nicht bereit sein erstes Angebot, was Cordoba bereits vor über einem Monat unterbreitet wurde, aufzubessern.

Stattdessen spielte man auf Zeit und hoffte auf Kompromissbereitschaft seitens des Cordoba-Lagers. Die blieb zunächst aus und Cordoba fühlte sich vor den Kopf gestoßen und nicht genügend wertgeschätzt. Das Tischtuch war zerschnitten und Cordoba stellte mit lustlosen Trainingsauftritten öffentlich seine Wechselwilligkeit zur Schau.

1. FC Köln: Jhon Cordoba geht, Ondrej Duda kommt

Der Gipfel: Cordoba lief beim 6:0-Pokalsieg gegen die VSG Altglienicke nicht mehr auf, weil er gedanklich schon nicht mehr in Köln war.

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Jetzt ist endlich eine für alle Seiten befriedigende Lösung gefunden worden.  Die „Alte Dame“ wird 15 Millionen Euro für Cordoba nach Köln überweisen. Im Gegenzug wechselt Ondrej Duda (25) zum FC. Der Slowake ist der lange gesuchte Ersatz für Mark Uth (29), der vom FC nicht mehr aus Schalke losgeeist werden konnte. Dem Vernehmen nach zahlt der FC 6,7 Millionen Euro für den technisch starken Spielmacher.

Duda war schon einmal beim FC auf dem Zettel, doch als der ehemalige FC-Manager Jörg Schmadtke (56) damals um ihn warb, entschied sich der slowakische Nationalspieler für die Hertha. Seine beste Saison spielte er 2018/19, als er auf elf Tore und sechs Assists kam.

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