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„Kein Zufall mehr“Ballack und Hamann rechnen knallhart mit Bundesliga-Klub ab

Fünf Spiele, nur drei Zähler! Bei der TSG Hoffenheim herrscht dicke Luft. Und jetzt legen die TV-Experten den Finger in die Wunde.

Für die TSG Hoffenheim ist der katastrophale Saisonbeginn nun komplett. Die Stimmung in Sinsheim ist nach der Last-Minute-Niederlage gegen den HSV am Tiefpunkt.

Der Verein findet sich mit mickrigen drei Zählern nach fünf Partien auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. In der Liga gingen vier von fünf Begegnungen verloren, und auch auf europäischer Bühne gab es beim 0:2 gegen OFI Kreta einen herben Dämpfer.

Hamann: „Eine schlechte Mannschaft“

Bei DAZN fand TV-Fachmann Michael Ballack unmissverständliche Worte zur aktuellen Situation: „Jetzt ist es eine Krise.“ Für ihn seien die Heimpleiten gegen Paderborn und Hamburg „kein Zufall mehr“. Ordentliche Ansätze im Spiel nützen nichts, wenn am Schluss keine Zähler auf dem Konto landen. Das berichtet „Sport1“.

Didi Hamann sparte bei Sky ebenfalls nicht mit Kritik. Seine gnadenlose Einschätzung lautete: „Gute Mannschaften finden Wege, zu gewinnen. Schlechte finden einen Weg, nicht zu gewinnen. Da sind sie im Moment.“

Vor allem die Defensive ist eine einzige Baustelle: 13 Gegentreffer in fünf Begegnungen sind ein klares Indiz. Hamann vermutet auch ein mentales Problem: „Da spielen wahrscheinlich der Kopf und das Selbstvertrauen auch eine Rolle nach dem holprigen Start.“

Als Wendepunkt in der jüngsten Partie wurde von vielen der Platzverweis gegen Bernardo ausgemacht. Bis zu diesem Moment lagen die Kraichgauer mit 2:1 in Führung. Fisnik Asllani machte die Ampelkarte für den Einbruch verantwortlich: „Ich glaube, dass wir kein schlechtes Spiel machen bis zur Gelb-Roten Karte.“

Bambasé Conté äußerte sich da schon deutlicher: „Wir waren in den entscheidenden Momenten einfach nicht wach genug.“ Er fügte hinzu: „Trotzdem muss man sowas manchmal dreckig weg verteidigen.“ In der Schusslinie steht damit auch Trainer Christian Ilzer, für den es nach nur einem Erfolgserlebnis in sechs Spielen ungemütlich wird. Hamann mahnt zur Vorsicht: „Das ist keine ungefährliche Situation.“

Und die nächsten Aufgaben werden nicht einfacher. Am Donnerstag ist Besiktas Istanbul in der Europa League zu Gast, ehe am Sonntag der Keller-Gipfel in Gladbach ansteht. Dann muss der Vorletzte beim Tabellenschlusslicht ran. Spätestens diese Partie wird zeigen, wohin der Weg für die TSG in dieser Saison führt. (red)