Ein Sieg mit bitterem Beigeschmack für den HSV. Der 3:2-Erfolg in Hoffenheim rückt in den Hintergrund, denn Kapitän Nicolai Remberg zog sich eine schwere Verletzung zu. Nun steht die schlimmste Befürchtung im Raum.
Schock-Diagnose drohtHSV-Sieg teuer bezahlt: „Sieht beschissen aus“

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Nicolai Remberg hat sich beim HSV-Spiel in Hoffenheim wohl schwerer verletzt.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) nahm nach der Partie kein Blatt vor den Mund. Seine Einschätzung zur Lage von Kapitän Nicolai Remberg (26), Spitzname „Rambo“, war schonungslos: „Bei Rambo sieht es absolut beschissen aus.“
Was war passiert? Beim 3:2-Sieg gegen Hoffenheim verdrehte sich der Mittelfeld-Anführer in der 35. Minute in einem Duell das rechte Knie. Er probierte es zwar noch einmal, musste aber wenig später vom Feld.
Remberg als Symbolfigur für den HSV
Seinen Platz nahm Miro Muheim (28) ein, der mit einer Torvorlage zum 2:2 und dem entscheidenden 3:2 zum Mann des Spiels wurde. Der Jubel über den Auswärtssieg war jedoch getrübt durch die Angst um den Kapitän.
„Es besteht der Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung. Es hat ihn schwer erwischt. Das trifft uns schwer“, ergänzte Polzin. Die endgültige Diagnose wird erst nach der Ankunft in Hamburg erwartet, aber die Vorzeichen sind düster. Bestätigt sich die erste Vermutung, könnte das für Remberg das vorzeitige Ende der Saison bedeuten. Das berichtet „bild.de“.
Wie sehr der Verlust schmerzen würde, machte Polzin deutlich: „Ein bitterer Moment für ihn und für uns. Er ist der Spieler, der genau verkörpert, was den neuen HSV ausmacht.“ Nach dem Spielende klatschte Remberg mit versteinertem Gesichtsausdruck und auf Gehhilfen den eigenen Anhang ab – seine Laune war sichtlich im Keller. Der Mittelfeldspieler, dessen Transfer von Kiel im Juli 2025 eine Summe von 2,4 Millionen Euro kostete, stieg rasant zur Führungsfigur und zum Vorbild auf. Die logische Konsequenz: Er erbte vor dieser Spielzeit das Kapitänsamt von Yussuf Poulsen.
Die Verletzungsmisere beim HSV geht damit in die nächste Runde. Erst vor Kurzem erwischte es Albert Grönbaek (25) und Patson Daka (27) auf ihren Länderspielreisen, beide mit Muskelfaserrissen. Bei Grönbaek gibt es zumindest die Aussicht auf eine Rückkehr im kommenden Ligaspiel gegen Stuttgart (17.10., 15.30 Uhr). Im Fall von Remberg wäre eine Rückkehr in der laufenden Saison schon ein kleines Wunder.
Eine monatelange Zwangspause würde eine gewaltige Lücke hinterlassen, sportlich wie menschlich. Die Frage ist nun: Wer füllt sie? Kofi Amoako (21), dessen Verpflichtung aus Dresden im Sommer 1,8 Millionen Euro kostete, wäre eine Möglichkeit. Eine andere Überlegung wäre, Nicolas Capaldo (28) von seiner Position in der Verteidigung ins defensive Zentrum zu beordern – eine Rolle, mit der der Argentinier bestens vertraut ist.
Für den zentralen Mittelfeldspieler, der dank seines professionellen Lebensstils bislang von gravierenden Verletzungen verschont blieb, ist dies ein besonders harter Rückschlag. Nun droht die schlimmste Diagnose. (red)

