Auch Bastian Schweinsteiger war mit dem dritten WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador nicht zufrieden. In der ARD pickte er sich zwei DFB-Stars heraus.
DFB-Dämpfer gegen EcuadorSchweini knöpft sich zwei Deutschland-Stars vor

Von wegen perfekte WM-Vorrunde: Nach dem verlorenen Gruppen-Abschluss gegen Ecuador geht Deutschland mit einem Dämpfer in die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft. Das 1:2 gegen die Südamerikaner am Donnerstag (25. Juni 2026) war gleichermaßen ärgerlich wie vermeidbar.
Eine frühe Führung durch das Tor von Leroy Sané (30) ließ sich die DFB-Auswahl fast ebenso schnell wieder abjagen, kassierte spät dann auch noch das zweite Gegentor. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger (41) nahm in seiner Analyse vor allem zwei Stars ins Visier.
Schweinsteiger nimmt Manuel Neuer aus der Verantwortung
In seiner Analyse nach dem Spiel hatte der Weltmeister sich das entscheidende Tor herausgesucht, das die DFB-Auswahl nach einer ecuadorianischen Ecke kassierte: Pedro Vite (24) flankte den Ball auf den ersten Pfosten, Kevin Rodríguez (26) verlängerte per Kopf vor das Tor, wo Gonzalo Plata (25) aus kurzer Distanz zur Stelle war.
Was Schweinsteiger überhaupt nicht gefiel: das Defensivverhalten von Jamal Musiala (23) und David Raum (28). „Fokus auf Musiala“, sagte Schweini zu Beginn der Szene und erklärte dann: „Jetzt sieht man, wie Rodríguez sich löst von Musiala. Ein kurzer Schubser, Verlängerung – relativ einfach.“
Der offensive Mittelfeldspieler war im Moment der Hereingabe viel zu körperlos gegen seinen Gegenspieler zu Werke gegangen, der sich dadurch entscheidend lösen und unbedrängt köpfen konnte. Nachlässigkeiten, die auf diesem Niveau sofort bestraft werden können.
Mit in die Verantwortung nahm Schweinsteiger aber auch Raum, der sich seiner Meinung nach besser hätte positionieren müssen: „Wenn du weißt, dass ein Linksfuß die Ecke schlägt, dann stell dich vielleicht ein, zwei Meter mehr nach rechts und nicht so nah an die Außenlinie, weil der Ball kann von einem Linksfuß nur in diesem Bogen gespielt werden. Dann hätte er noch die Chance gehabt, den Ball wegzuköpfen.“
Torhüter Manuel Neuer (40), der beim finalen Abschluss aus kurzer Distanz unglücklich ausgesehen hatte, nahm Schweinsteiger von seiner Kritik ausdrücklich aus. „In der Situation ist es extrem schwer für einen Torwart, da zu reagieren. Wenn so viele Spieler vor dem Torwart sind, kannst du wenig machen“, verteidigte Schweinsteiger den Schlussmann.
