Wuppertal Bluttat im Ausländeramt – Mitarbeiterin bei Angriff schwer verletzt

Affront gegen RB Leipzig DFB-Pokal: St. Pauli verweigert Hamburger Amateuren Spiel am Millerntor

Fans des FC St. Pauli schwenken beim Spiel der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim Fahnen

Fans des FC St. Pauli beim Spiel der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim am 18. März 2022. Der Kiez-Klub weigert sich, dem FC Teutonia Ottensen sein Stadion für das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig zu überlassen.

Der Hamburger Amateurklub FC Teutonia 05 Ottensen fiebert seiner ersten Teilnahme am DFB-Pokal und dem Traum-Los RB Leipzig entgegen. Doch nun hat der FC St. Pauli für Ärger um den Spielort gesorgt.

Auf die riesige Euphorie folgt der Spielort-Ärger! Eigentlich hatten sich beim Hamburger Regionalligisten FC Teutonia 05 Ottensen alle über das große „Traum-Los“ bei der Cup-Premiere gefreut: Bei seiner ersten Teilnahme am DFB-Pokal trifft der Hamburger Stadtteilklub am 31. August 2022 auf Titel-Verteidiger RB Leipzig. Doch nun gibt es Wirbel um den Austragungsort der Partie!

Hintergrund: Der FC Teutonia, der die Teilnahme am DFB-Pokal am 21. Mai mit einem 2:1-Erfolg im Hamburger Verbandspokal-Finale gegen Altona 93 klargemacht hatte, darf die Partie nicht im heimischen Stadion Hoheluft austragen. Denn in der Teutonia-Arena ist Kunstrasen verlegt – und dieser ist bei Spielen im DFB-Pokal nicht zugelassen.

Also begaben sich die Teutonen auf die Suche nach einem neuen Spielort – und fassten dabei das traditionsreiche Millerntor-Stadion ins Auge, wo bekanntlich die Kiez-Kicker des FC St. Pauli ihre Heimspiele austragen.

Pokal-Spiel am Millerntor: FC St. Pauli lehnt Teutonia-Anfrage ab

Alles zum Thema FC St. Pauli
  • „Wer wird Millionär?“ Jauch schießt gegen Fußball-Fanszenen – Zweitliga-Verein reagiert und stellt Quizfrage
  • 2. Bundesliga live FCK gegen St. Pauli – Kiel in Magdeburg – Braunschweig empfängt Darmstadt
  • DFB-Pokal Ex-Weltstar an der Linie & Wirbel um Football-Feld: Viertligist liefert Sieben-Tore-Spektakel
  • „Sieht aus wie ein Bus-Sitz“ Neues Pokal-Trikot spaltet Fangemeinde von Zweitliga-Klub
  • Abschied vor der Südkurve Ex-FC-Trainer zurück ins Rheinland – Fans mit emotionaler Geste
  • Spektakel am Samstags Kuriose Rote Karte für Forte bei Bielefeld-Debüt – Tor-Spektakel auf St. Pauli
  • 2. Bundesliga Drama auf dem Betze: Kaiserslautern dank Ex-Kölner und Fallrückzieher-Assist mit Auftakt-Sieg
  • Spielplan für 2. Bundesliga Highlights im Überblick: Aufsteiger Kaiserslautern eröffnet Saison gegen Hannover
  • „Berufliche Aktivitäten ins Rheinland verlegen“ Aufstiegsheld des 1. FC Köln kehrt in die Heimat zurück 
  • Königsblauer Wahnsinn 0:2 gegen St. Pauli gedreht: Schalke feiert wilde Aufstiegs-Party – Terodde weint

Im Hamburger Fußball-Tempel mit seiner Kapazität von knapp 30.000 Plätzen hatten die Teutonia-Verantwortlichen auf ein wahres Fußball-Fest vor fünfstelliger Kulisse gehofft.

Doch daraus wird nichts! Denn St. Pauli lehnte eine entsprechende Anfrage des Regionalligisten ab. Aber nicht etwa, weil der Zweitligist ein Problem mit dem Amateurklub aus derselben Stadt hätte – wohl aber mit seinem Gegner!

Die Spieler des FC Teutonia Ottensen um Marcel Andrijanic mit Pokal in den Händen bejubeln den Sieg im Hamburger Verbandspokal.

Riesen-Euphorie beim FC Teutonia Ottensen: Der Regionalligist qualifizierte sich am 21. Mai 2022 durch einen 2:1-Sieg im Finale des Hamburger Lottopokals gegen Altona 93 für die erste Runde des DFB-Pokals.

„Bekanntermaßen sieht der FC St. Pauli das Modell von RB Leipzig äußerst kritisch, da es nach unserer Auffassung nicht vereinbar ist mit der 50+1-Regelung, für die wir uns engagieren. Auch in unserer Fanszene und Anhängerschaft stößt das Modell von RB auf starke Ablehnung“, lautete die Begründung des Zweitliga-Klubs im „Hamburger Abendblatt“. Weiter heißt es: „Der FC St. Pauli möchte RB daher nicht über mögliche Pflichtspiele hinaus eine Bühne geben, vor allem nicht am Millerntor, das als Symbol für einen solidarischen und gerechteren Fußball steht.“

DFB-Pokal: FC Teutonia Ottensen auf Suche nach Stadion

Klare Worte! Der Pokal-Champion aus Sachsen, bei dem der Brause-Riese Red Bull um Milliardär Dietrich Mateschitz (78) kräftige Aufbauarbeit geleistet hatte, ist auf St. Pauli nicht erwünscht.

In den sozialen Netzwerken herrschen durchaus geteilte Meinungen über die Aktion. „Richtig so“, meint ein User auf Twitter. „Albern, ihnen nicht den Platz zu überlassen“, meinte dagegen ein anderer. 

Ein Beobachter brachte es derweil auf den Punkt: „Kann St. Pauli gut verstehen, dass sie RB nicht im Stadion haben wollen. Die Frage ist jetzt aber: Wo soll Teutonia sonst spielen?“ Denkbar wäre auch das Hamburger Volksparkstadion des HSV, das allerdings mehr als 50.000 Plätze hat. Auch die Möglichkeit eines Heimrecht-Tauschs steht im Raum. (kos)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.