Hinter den Kulissen fließen schon die Millionen, es wird gefeilscht und gepokert. Das Objekt der Begierde heißt Said El Mala. Auch wenn alle Beteiligten immer wieder zur Ruhe mahnen, sie selbst tun nicht viel dafür.
Nächste Wende im Transfer-PokerFC tätigt Millionen-Zahlung für El Mala

Verantwortliche und Trainer mahnen seit Wochen, dass der Druck auf Said El Mala (19) viel zu groß wird. Die Öffentlichkeit soll doch bitte die Ruhe bewahren, damit sich der Spieler entwickeln kann. Doch hinter den Kulissen befeuern die Verantwortlichen den Hype um El Mala fast wöchentlich.
Jetzt hat der 1. FC Köln eine Millionenzahlung für El Mala getätigt. EXPRESS.de kann einen Bericht der „Sportbild“ bestätigen. Rund zwei Millionen Euro fließen an Viktoria Köln. El Mala spielte von 2023 bis 2025 beim Drittligisten. Der FC kaufte El Mala für rund 350.000 Euro. Im Vertrag wurde eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent vereinbart.
1. FC Köln kauft Viktoria Köln El-Mala-Klausel für zwei Millionen Euro ab
Viktoria hat sich jetzt schon vorzeitig zwei Millionen Euro gesichert und die Weiterverkaufsbeteiligung an den FC verkauft. Gerüchte, dass man bei Viktoria das Geld benötigt, um Probleme im Lizenzierungsverfahren zu beheben, kann EXPRESS.de nicht bestätigen. Dass der Drittligist finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, ist allerdings auch kein Geheimnis.
Dass der FC jetzt eine Millionenzahlung tätigt und somit in Vorleistung geht, ist ein weiterer Hinweis, dass ein Abgang von El Mala fest eingeplant ist. Die Frage ist nur, wann. England-Klub Brighton & Hove Albion hatte schon einige Angebote abgegeben, wollte zuletzt nochmals nachbessern. Beim FC ist man aber erst ab 40 Millionen Euro plus Bonizahlungen und Weiterverkaufsbeteiligung gesprächsbereit.
Wäre El Mala für 30 Millionen gewechselt, hätte Viktoria drei Millionen Euro bekommen. Bei einer Ablösesumme von 50 Millionen Euro wären es schon fünf Millionen Euro gewesen. Doch darüber muss sich jetzt niemand mehr Gedanken machen. Mit rund zwei Millionen Euro hat die Viktoria jetzt ihr Stück Kuchen an El Mala bekommen. Und bei einem möglichen El-Mala-Transfer fließen alle Zahlungen ab jetzt in die Kassen des FC.
Unangenehm wird es aber für beide Kölner Vereine aber bald doch noch. Am 14. April steht um 9.30 Uhr ein Termin im Landgericht Köln an. Es wird ein kleiner Star-Auflauf, denn auch FC-Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler und sein Vorgänger Christian Keller sind als Zeugen geladen. Von Viktoria sind Franz und Mike Wunderlich, sowie der frühere Sportliche Leiter Stephan Küsters geladen.
Unter dem Aktenzeichen 8 O 210/25 wird dann der El-Mala-Prozess geführt. Der frühere Profi und Keller-Vertraute Abdenour Amachaibou hatte Klage gegen Viktoria Köln erhoben. Seine Forderung beläuft sich auf eine Vermittlungsgebühr im Fall El Mala in Höhe von mehr als 40.000 Euro.
Beim Drittligisten ist man mehr als verwundert über die Forderungen. Jetzt muss die Frage, inwieweit Amachaibou tatsächlich am Transfer beteiligt war, vor Gericht geklärt werden. Er selbst argumentiert, dass er als maßgeblicher Tippgeber fungierte und den Wechsel des Talents zum 1. FC Köln überhaupt erst ermöglichte.
Millionen-Geschacher, Poker und Prozess – alles Themen, die weder von Fans und Medien kommen, sondern von den Verantwortlichen! In Summe Vorkommnisse, die man El Mala lieber erspart hätte.


