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Ex-Trainer von Ronaldo & SalahWM-Hoffnung für FC-Profi liegt jetzt in seinen Händen

Aktualisiert:

Carlos Queiroz ist neuer Nationaltrainer von Ghana. Der in Mosambik geborene Portugiese ist ausgewiesener Nationalmannschafts-Experte. Setzt er bei der WM-Mission auf Ragnar Ache?

Die WM-Hoffnungen von FC-Stürmer Ragnar Ache (27) liegen jetzt in seinen Händen: Routinier Carlos Queiroz (73) ist neuer Nationaltrainer von Ghana und wird die Black Stars als Nachfolger von Otto Addo (50) bei der Weltmeisterschaft 2026 betreuen.

Irre: Ghana ist die zehnte Nationalmannschaft, die Queiroz in seiner langen Laufbahn trainiert! Im Iran und bei seinem Heimatland Portugal war er sogar zweimal im Amt, war zudem für mehrere Junioren-Auswahlen der Iberer verantwortlich.

Otto Addo setzte bei Ghana nicht auf Ragnar Ache

Unter dem in Mosambik geborenen Queiroz werden die Karten bei Ghana nun vor der WM noch einmal komplett neu gemischt. Der ehemalige Trainer von Real Madrid, der schon Stars wie Cristiano Ronaldo, Mohamed Salah oder James Rodríguez trainierte, beginnt ab sofort mit der Sichtung der Spieler für sein Aufgebot.

Bringt das jetzt auch Schwung in die Nationalmannschafts-Karriere von Ache? Die Mutter des in Frankfurt geborenen Stürmers stammt aus Ghana, ein Verbandswechsel nach den Junioren-Auftritten für Deutschland wäre daher möglich.

In einem Kicker-Interview am Montag, noch bevor die Personalie Queiroz offiziell wurde, sagte Ache: „Das Thema Nationalmannschaft habe ich mir eigentlich vor Jahren schon aus dem Kopf geschlagen.“ Addo hatte ihn im vergangenen Jahr aber wieder ins Grübeln gebracht, als er ihm eine Einladung in Aussicht stellte, der Köln-Profi ließ sich die Entscheidung offen.

Bis zu seiner Entlassung nach dem 1:2 im Testspiel in Deutschland ließ Addo seinen Worten allerdings keine Taten folgen, sagte vor dem Spiel in Stuttgart auf Nachfrage von EXPRESS.de: „Gerade im Sturm sind wir relativ gut besetzt.“

Carlos Queiroz legt Mohamed Salah den Arm auf die Schulter.

Copyright: IMAGO / Sebastian Frej

2022 stand Carlos Queiroz mit Ägypten um Superstar Mohamed Salah im Finale des Afrika-Cups, unterlag dabei dem Senegal.

Der grundsätzliche Trend spricht allerdings für Ache, der sich in der Bundesliga nach Anlaufschwierigkeiten inzwischen etabliert hat. Er kommt in seiner ersten FC-Saison auf sieben Saisontore, von denen er sechs in der Rückrunde erzielte. Seit Wochen ist er im Kölner Sturmzentrum gesetzt und überzeugt mit seiner Stärke in der Luft.

Die drei zuletzt von Addo präferierten Mittelstürmer sind allesamt kleiner und dynamischer als Ache. Sollte Queiroz das Profil des wuchtigen Angreifers stärker in Betracht ziehen, würde Ache plötzlich schnell zur Option. Zumal die unerfahrenen Konkurrenten Ransford Königsdorffer (24/HSV) und Prince Adu (22/Viktoria Pilsen) im Nationaltrikot in sieben bzw. vier Länderspielen jeweils noch keinen Treffer erzielt haben.

Said El Mala (1. FC Köln) jubelt nach dem Tor zum 1:0.

Das sagte Said zur Mama

Neue Variante: El Mala noch ein Jahr beim FC?