Der Urlaub ist rum, die anstehenden Aufgaben groß! René Wagner (37) hat am Freitag seine Arbeit am Geißbockheim aufgenommen und über die ersten Maßnahmen gesprochen.
Wagner legt losFC-Coach schwärmt von Zugang: „Schneller als Chabot“

Gut erholt und bestens gelaunt schlug René Wagner am Freitag (10. Juli 2026) im Geißbockheim auf. Der 37-Jährige hat seinen Urlaub auf Bali (drei Wochen) verbracht und war dort auch surfen. Zudem war er ein paar Tage bei der Familie in Berlin. Jetzt will er mit dem 1. FC Köln eine gute Welle erwischen. Wagner erhielt nach sieben Spielen als Interimscoach und der geschafften Rettung seinen ersten Chef-Vertrag im Profifußball.
Am Wochenende durchlaufen die Spieler verschiedene medizinische Untersuchungen und absolvieren Leistungstests. Am Geißbockheim finden noch ausgiebige Renovierungen und Umbaumaßnahmen statt. Um das Gebäude sind teilweise Gerüste installiert. Ab Montag wird dann auch wieder gemeinsam auf dem Platz gearbeitet.
René Wagner war drei Tage mit dem Trainerteam in Holland
„Die Erholung war super, aber es war eine lange Zeit, ein bisschen zu lang für mich. Am Ende wurde es etwas langweilig und ich habe den Fußball vermisst“, sagte Wagner. In den vergangenen drei Tagen war er mit seinem neuen Trainerteam in Holland, um sich auf die neue Saison einzustimmen und zusammenzufinden. Wagner hat mit Armin Reutershahn, Kevin McKenna und Evangelos Sbonias drei Co-Trainer.
Mit Luka Lochoshvili ist ein neuer Innenverteidiger dazugekommen (für vier Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg). Wagner schwärmt: „Da haben wir den Zielspieler bekommen für die Position. Wir wollten einen aggressiven, großen, schnellen und zweikampfstarken Verteidiger, der auch mal ein Tor nach einem Standard schießen kann. Das hat er letztes Jahr in Nürnberg bewiesen, da gilt es jetzt für ihn, das auch in der Bundesliga nachzuweisen.“
Viele erinnert der Georgier an Jeff Chabot, der nach seiner Köln-Zeit beim VfB Stuttgart durchstartete. Wagner muss schmunzeln: „Ja, tatsächlich. Aber Luka ist ein bisschen schneller als Jeff, der mir das hoffentlich nicht übelnimmt. Luka hat in den Gesprächen einen super Eindruck gemacht, er ist ein gestandener Mann. Der wird auch Mentalität in die Gruppe bringen und lässt sich nichts erzählen. Wichtig, dass wir auch den Charakter in der Mannschaft haben, einen, der auch mal durchgreifen kann. Das hat uns in einigen Phasen manchmal gefehlt. Deswegen sind wir happy, dass Luka jetzt da ist.“
Und Gideon Mensah (ablösefrei von AJ Auxerre) soll das Loch auf der linken Abwehrseite stopfen, er wird am Freitagabend zum Medizincheck in Köln erwartet. Der Ghanaer postete schon ein Foto aus dem Flugzeug. Wagner wollte zu ihm noch nicht viel sagen: „Wenn das so stimmt, dann erwarte ich erstmal, dass ein Spieler unterschreibt. Und wenn er das getan hat, werde ich Fragen beantworten.“
Wagner ist bislang mit den Transfers zufrieden: „Wir sind im Soll, wir sind aber in täglichen Gesprächen und wissen, was noch am Kader getan werden muss.“ In der Vorbereitung geht es Schlag auf Schlag. Schon am Samstag, 18. Juli, steigt um 11 Uhr das erste Testspiel im Südstadion. Gegner ist der Bezirksligist FC Rheinsüd Köln. Die FC-Spieler sollten am Wochenende alle fit aufschlagen, schließlich haben sie für den Sommer auch einen Trainingsplan des FC an die Hand bekommen. Zudem arbeiteten viele Profis wie Said El Mala oder Ragner Ache individuell an ihrer Form.

