Der 1. FC Köln hat seine Scouting-Abteilung einmal komplett auf links gedreht. Im Zuge der Neu-Strukturierung wurde Chefscout Gabor Ruhr entmachtet. Er bat um Vertragsauflösung und hat nun einen neuen Job.
Beim FC degradiertEx-Chefscout wechselt nach England

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Haben die Scoutingabteilung beim FC umgekrempelt: Sportdirektor Thomas Kessler (l.) und Direktor Tim Steidten

Thomas Kessler hat am Geißbockheim seit seinem Amtsantritt schon viel bewegt, umstrukturiert und neu gestaltet. Vor allem die Scoutingabteilung, die jetzt offiziell „Kaderplanung & Recruiting“ heißt, hat der Sport-Geschäftsführer komplett auf links gedreht.
Dort blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Dieser Neu-Strukturierung fiel auch Gabor Ruhr zum Opfer. Der 37-Jährige wurde 2025 von Christian Keller zum „Koordinator Scouting und Kaderplanung“ ernannt, nachdem er zunächst nur den skandinavischen Markt sondiert hatte.
Ruhr bat den FC um Vertragsauflösung
Er löste damals Chefscout Martin Schulz ab, den Keller nicht mehr gebrauchen konnte. Kessler kassierte die Entscheidung seines Vorgängers aber schnell wieder ein und setzte Ruhr von seinem Posten ab.
Der gebürtige Lübecker sollte unter dem neuen Direktor Tim Steidten fortan mit dem Daten- und Video-Scouting nur noch einen von drei Teilbereichen der Abteilung leiten. In dieser neuen Rolle hat sich Ruhr allerdings nicht gesehen und bat den FC dann um die Auflösung seines Vertrages.
Neben Ruhr hatten zuvor auch schon Cornelius Jäschke (ehemals Döll) und Lennart Strufe zwei weitere Keller-Männer den Klub verlassen. Während Moritz Steidten, der jüngere Bruder des Kölner Kaderplaners, den Posten von Ruhr übernimmt, hat dieser nun auch einen neuen Job gefunden.
Ruhr heuert als Chefscout bei Norwich City in England an. Der Deutsche soll bei den „Canaries“ eine schlagkräftige Truppe für den Wiederaufstieg in die Premier League zusammenstellen.
Sollte der FC bei Edson Álvarez in die Vollen gehen?
Für Ruhr ist es die erste Station im Ausland. Nachdem er 2015 als Spielanalyst beim FC angefangen hatte, wechselte er 2019 in gleicher Funktion zu Eintracht Frankfurt.
Vor der Rückkehr zum FC im Jahr 2024, verbrachte er noch zweieinhalb Jahre als Chefanalytiker bei Hertha BSC. Nun heißt sein nächstes Ziel: Aufstieg in die Premier League.
