Lukas Kwasniok wird regelmäßig für seinen Umgang mit Said El Mala kritisiert. Nun springt ihm ausgerechnet der nächste FC-Gegner zur Seite.
El-Mala-DebatteFC-Gegner mischt sich ein: „Muss sich rechtfertigen“

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Lukas Kwasniok und Said El Mala demonstrieren Geschlossenheit.
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Es ist vor jedem Spiel des 1. FC Köln die große Frage: Spielt Said El Mala von Anfang an oder kommt er nur von der Bank? Auch vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim wird wieder fleißig gerätselt, wie Lukas Kwasniok mit seinem Toptalent umgeht.
Der pfeilschnelle Angreifer wäre eigentlich prädestiniert für die Partie gegen die offensivstarken Kraichgauer, die in Köln bemüht sein werden, das Spiel zu machen. El Mala würde sicher in einigen Szenen den Platz bekommen, den er für sein Spiel braucht. Vor allem bei Umschaltsituationen, die sich ergeben werden, wäre der Youngster eine brauchbare Waffe.
Kwasniok erntet Kritik für Umgang mit El Mala
Doch so klar ist das dann doch wieder nicht, wie das Spiel in Stuttgart gezeigt hat. Denn auch gegen die Schwaben ließ Kwasniok seinen Trumpf zunächst draußen, obwohl das Spiel wie für El Mala auf den Leib geschneidert gewesen wäre. Dort brachte er den Ausnahmekönner erst in der 68. Minute.
Die Bilanz in diesem Jahr: Dreimal stand er in der Startelf, viermal kam er erst als Joker rein. Der Umgang mit dem Top-Talent beschert Kwasniok regelmäßig Gegenwind bei den Fans. Die Mehrheit der Anhänger ist der Meinung, dass El Mala immer von Anfang an spielen müsste.
Unterstützung bekommt der FC-Trainer, der seine Linie quasi jede Woche neu verteidigen muss, ausgerechnet vom nächsten Gegner. Denn Christian Ilzer springt seinem Kollegen bei. „Lukas Kwasniok muss sich immer verteidigen und immer rechtfertigen. Aus meiner Sicht gehen sie sehr gut mit dieser Personalie um. Ich bin sehr weit weg, aber ich finde, die machen das schon sehr gut“, sagt der Hoffenheimer Trainer.
Er weiß, wovon er spricht. Auch der Österreicher braucht das richtige Händchen für Talente. Denn die TSG hat mit Bazoumana Touré, Luis Engelns, Max Moerstedt und Cole Campbell einige hochspannende Spieler im Kader, die aber alle noch weiterentwickelt werden müssen.
„Wenn man tiefer blickt, dann gilt es einfach immer, einen jungen Spieler, ein großes Talent, Schritt für Schritt zu begleiten und an sein individuelles Top-Level heranzuführen“, sagt Ilzer, der mit seiner Arbeit aber weit weniger im Fokus steht als Kwasniok am emotionalen Standort Köln.
Für Samstag lässt sich der FC-Trainer noch nicht in die Karten schauen. Er sagt lediglich: „Lasst euch überraschen“ und macht wie immer ein Geheimnis aus seiner Aufstellung.


