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„Noch nie so erlebt“FC-Talente mischen Profis auf – Kwasnioks Anliegen

Lukas Kwasniok wechselt Fynn Schenten ein.

Copyright: Herbert Bucco

Lukas Kwasniok hat Fynn Schenten zu seinem Profi-Debüt beim 1. FC Köln verholfen. 

Der 1. FC Köln leistet seit Jahren hervorragende Arbeit in der Jugend. Lukas Kwasniok will weiter die Früchte ernten und die Durchlässigkeit zu den Profis forcieren.

Die U19 des 1. FC Köln hat unter der Woche wieder einen riesigen Erfolg gefeiert. Durch einen 2:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt qualifizierte sich die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck für das Halbfinale im DFB-Pokal.

Mit dabei waren auch zwei Youngster, die bereits bei den Profis mitmischen durften und teilweise schon für Furore gesorgt haben. David Fürst und Fynn Schenten wurden dafür extra runtergeschickt, um sich mit der Mannschaft auf das wichtige Spiel vorzubereiten.

Kwasniok verhilft zwei Youngstern zum Debüt

„So einen Austausch zwischen den Profis, der U21 und der U19 habe ich noch nie erlebt. Das ist top, 1A. Die Jungs sind in guten Händen, wir werden die richtige Mischung finden“, sagt Lukas Kwasniok über den Umgang mit Talenten.

Der FC-Trainer war diese Saison bereits durchaus mutig, was die Integration der eigenen Nachwuchskräfte angeht. Schenten, bis dato lediglich in der U19 erfolgreich, nahm er mit ins Winter-Trainingslager und belohnte dessen starke Leistungen in Spanien direkt mal mit einem Startelf-Einsatz im „Sechs-Punkte“-Spiel gegen Heidenheim.

Im gleichen Spiel durfte auch Youssoupha Niang sein Debüt feiern. Der Angreifer, der das Hoffenheim-Spiel verpassen wird, wäre bereits viel früher dran gewesen, hätten ihn nicht zwei schwere Verletzungen zunächst ausgebremst.

Nun ist David Fürst dicht dran. Kwasniok belohnte den Youngster für sein bärenstarkes Spiel gegen Inter Mailand. Der Rechtsverteidiger besitzt eine echte Perspektive, weil der FC auf dieser Position seit Jahren Probleme hat.

„Es ist mir ein inneres Anliegen, die Durchlässigkeit beim FC mit dieser Qualität zu forcieren“, sagt Kwasniok, der an seinem Kurs festhalten will. „Auf der einen Seite brauchen die Jungs Männlichkeits-Training, auf der anderen Seite Spielzeit in der Jugend. Diese Mischung wird weiterhin im Fokus stehen“, sagt der Trainer. Diese Woche waren die Ansetzungen günstig. Schenten und Fürst konnten erst bei der U19 mitwirken und nun am Wochenende dürfen sie auf Profi-Minuten hoffen.

„Wenn es zeitgleich Spiele gibt, werde ich immer abwägen müssen, wie die Kader-Situation bei uns aussieht“, sagt Kwasniok. Denn einen Freifahrtschein für den Nachwuchs gibt es trotz allem nicht. Der Coach sagt: „Ich habe einen Job, Woche für Woche Spiele zu gewinnen. Daran werde ich gemessen.“

Trainer Lukas Kwasniok mit Said El Mala und Jan Thielmann (alle 1. FC Köln) bei einer Einwechslung.

„Ist für ihn schwerer“

Kwasniok: Diesen Schritt muss El Mala jetzt machen