FC-Torhüter Horn Was machen seine ehemaligen Konkurrenten? Ex-Köln-Keeper kickt jetzt mit Götze

Timo Horn im Spiel gegen Union Berlin am 07. November 2021.

Timo Horn im Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin am 7. November 2021

Während die Torwart-Diskussion beim 1. FC Köln in die nächste Runde geht, machen ehemalige FC-Torwarttalente bei anderen Klubs auf sich aufmerksam – einer davon kickt jetzt sogar mit Mario Götze.

Köln. Nachdem FC-Torhüter Timo Horn (28) beim 2:2 gegen Union Berlin (am Sonntag, 7. November 2021) patzte, nahm die Diskussion um die Nummer eins im Tor des 1. FC Köln im Fan-Lager mal wieder an Fahrt auf.

TrainerSteffen Baumgart (49) sieht das Torwart-Duell zwischen Horn und Marvin Schwäbe (26) auf lange Sicht zwar immer enger – bislang spielt der Sommer-Neuzugang aber lediglich im Pokal.

Hinter Timo Horn, der das FC-Tor bereits in seiner zehnten Saison als Stammkeeper hütet, tummelten sich in den vergangenen Jahren einige vielversprechende Talente. Durchsetzen konnte sich allerdings keines von ihnen, mit der Aussicht auf mehr Spielzeit verließen die Torhüter nach und nach den Verein. EXPRESS.de gibt einen Überblick, wie es für sie läuft.

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Marcel Schuhen (28, SV Darmstadt 98)

Der Schlussmann wechselte im Januar 2015 aus der U21 des 1. FC Köln zu Hansa Rostock  und schaffte es auf Anhieb zum Stammspieler. Insgesamt 89-mal stand Schuhen in der 3. Liga zwischen den Pfosten und hielt dabei 30-mal die Null.

2017 wechselte er in die 2. Bundesliga zum SV Sandhausen und von dort 2019 weiter zum SV Darmstadt 98. Mit den Lilien steht Schuhen (28) aktuell auf Platz vier der 2. Bundesliga (elf Spiele, viermal zu null).

Daniel Mesenhöler (26, Hallescher FC)

Daniel Mesenhöler (26) wechselte 2015 als 20-Jähriger ablösefrei zu Union Berlin in die 2. Bundesliga. Für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln bestritt er bis zum seinem Wechsel 53 Pflichtspiele, durfte aber nie in der Bundesliga auflaufen. Für die „Eisernen“ stand er nach seinem Wechsel in 29 Partien in der 2. Bundesliga und im Pokal auf dem Platz. 2018 zog es ihn zum Ligakonkurrenten MSV Duisburg, wo er in einer Saison 16-mal das Tor hütete.

Nur ein Jahr später folgte die Rückkehr nach Köln zur Viktoria in die 3. Liga (18 Einsätze). Über eine erfolglose Zwischenstation bei Heracles Almelo landete Mesenhöler im September 2021 schließlich beim Halleschenen FC. Hier soll er den verletzten Ex-Kölner Sven Müller (25) ersetzen.

Sven Müller (25, Hallescher FC)

Ebenjener Sven Müller (25) verließ den FC nach dem Abstieg im Sommer 2018 als dritter Torhüter und schloss sich dem Karlsruher SC an. Für die Profimannschaft der Kölner machte er bis zum seinem Wechsel drei Spiele. Sportdirektor Oliver Kreuzer (56) pries den damals 22-Jährigen als großes Torhütertalent an, der beim KSC die nächsten Schritte machen sollte. Doch auch in Karlsruhe konnte sich Müller nicht durchsetzen und absolvierte nur vier Pflichtspiele.

Seit 2020 spielt der gebürtige Kölner für den Halleschen FC in der 3. Liga und stieg dort schnell zum Stammtorwart auf. Auch in dieser Saison war Müller gut gestartet, bis ihn eine schwere Verletzung ausbremste. Mit einer Fraktur im Sprunggelenk fällt er nun mehrere Monate aus. Die Verletzung zog sich der Torwart beim Spiel gegen Waldhof Mannheim bereits in der dritten Minute zu und spielte dennoch durch.

Vincent Müller (21, PSV Eindhoven)

Der gebürtige Kölner Vincent Müller (21) wechselte 2019 nach zwölf Jahren beim FC aus der U19 zu den Würzburger Kickers in die 3. Liga. Dort wurde er im Alter von nur 18 Jahren zum Stammspieler und schaffte in seiner ersten Saison den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga (25 Einsätze, sechsmal ohne Gegentor).

Durch die starken Leistungen wurde Trainer Roger Schmidt (54) von der PSV Eindhoven auf Müller aufmerksam und holte ihn für 500.000 Euro in die holländische Eredivisie. Als dritter Torhüter will er sich seitdem beim international renommierten Klub beweisen. Hier trifft er im Training auf keinen Geringeren als 2014er-Weltmeister Mario Götze (29).

Im September 2021 wurde er erstmals in die deutsche U21-Nationalmannschaft berufen – und direkt zu Götze befragt: „Er ist ein unfassbar guter Spieler. Ich habe niemals damit gerechnet, mal mit ihm zusammenzuspielen“, sagte Müller bei einer Medienrunde.

Julian Krahl (21, Viktoria Berlin)

2019 wechselte der damalige U19-Nationalspieler Julian Krahl ablösefrei von RB Leipzig in die Domstadt. Nachdem er in Leipzig bereits erste Erfahrungen im Profibereich sammeln durfte, sollte er sich beim FC für den Herrenbereich weiterentwickeln.

Nach 43 Spielen für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln in der Regionalliga West schloss er sich diesen Sommer dem Drittliga-Aufsteiger Viktoria Berlin an. Der Wechsel zahlte sich aus: In dieser Saison stand Krahl bereits neunmal als Nummer eins in der Startelf und spielte viermal zu null.

Jan-Christoph Bartels (22, Waldhof Mannheim)

Nachdem er beim 1. FC Köln nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen war, wechselte Jan-Christoph Bartels 2019 zunächst auf Leihbasis zum SV Wehen Wiesbaden in die 2. Bundesliga. Sein einziger Startelf-Einsatz war jedoch nur von kurzer Dauer. Nach drei Minuten musste Bartels verletzt ausgewechselt werden, es blieb seine einzige Zweitliga-Partie.

Im Juli 2020 verließ Bartels den FC dann endgültig und wechselte in die 3. Liga zu Waldhof Mannheim. Dort gelangen ihm in seiner ersten Saison 16 Einsätze. In der laufenden Spielzeit steht er seit dem 13. Spieltag wieder zwischen den Pfosten.

Brady Scott (22, Austin FC)

Der US-Nachwuchs-Keeper verbrachte drei Jahre beim 1. FC Köln und absolvierte insgesamt 29 Partien für die Reserve des FC in der Regionalliga West. Im August 2020 verließ er die Geißböcke schließlich und schloss sich dem MLS-Klub Nashville SC an.

Nur ein paar Monate später wurde er vom Austin FC verpflichtet, der von Ex-Bundesliga-Spieler Claudio Reyna (48) gemanagt wird. Um Spielpraxis zu sammeln, kickt er momentan auf Leihbasis bei Memphis 901 FC in der zweiten US-amerikanischen Liga.

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Ron-Robert Zieler (32, Hannover 96)

Der Weltmeister von 2014 spielte in der Saison 2020/21 auf Leihbasis beim FC, konnte Timo Horn den Stammplatz im Tor jedoch nicht streitig machen. Er konnte insgesamt nur einen Einsatz am siebten Spieltag gegen Werder Bremen für sich verbuchen, als er in der 40. Minute für den verletzten Horn eingewechselt wurde.

Nach der Saison 2020/21 kehrte er zu Hannover 96 zurück und war dort als Stammtorhüter gesetzt. Doch am zehnten Spieltag verletzte Zieler sich beim Spiel gegen Schalke 04 und fehlt seitdem.

Michael Rensing, Miro Varvodic und Thomas Kessler

Michael Rensing (37) spielte von 2010 bis 2012 beim 1. FC Köln und absolvierte insgesamt 50 Spiele. Danach wechselte er im Rheinland erst zu Bayer Leverkusen (4 Spiele) und spielte schließlich bis zu seinem Karriereende 2020 bei Fortuna Düsseldorf (137 Spiele).

Miro Varvodic (32) spielte vier Jahre von 2008 bis 2012 beim FC und schloss sich danach Qarabag FK aus Aserbaidschan an, mit denen er sogar Meister wurde. Zuletzt spielte er in Bosnien-Herzegowina und ist derzeit vereinslos.

Thomas Kessler (35) blieb dem FC nach seiner  Profi-Karriere, in der er überwiegend in der zweiten Reihe stand, treu. Im Sommer 2021 übernahm „Kess“ das Amt des Leiters der Lizenzspieler-Abteilung am Geißbockheim.

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