Thomas Kessler hat sich bei Offensiv-Star Jakub Kaminski früh festgelegt und die Kaufoption gezogen. Im FC-Vertrag des Polen ist eine Ausstiegsklausel verankert.
Teil der neuen Strategie?Kessler deutet Klausel-Szenario bei FC-Star an

Er ist einer der absoluten Leistungsträger in dieser Saison beim 1. FC Köln. Die Leihe von Jakub Kaminski hat sich absolut bezahlt gemacht.
Der Pole gehört mit sieben Toren und fünf Vorlagen zu den gefährlichsten Offensivwaffen der Kölner. Kein Wunder, dass Thomas Kessler die Kaufoption über fünfeinhalb Millionen Euro ziehen und Kaminski fest vom VfL Wolfsburg verpflichten wird.
Kaminski besitzt Ausstiegsklausel in FC-Vertrag
Obwohl der FC noch bis zwei Wochen nach Saisonende Zeit gehabt hätte, hat der Kölner Geschäftsführer den VW-Klub bereits informiert, dass die Klausel aktiviert wird.
Doch das bedeutet nicht, dass „Kuba“ nächste Saison auch garantiert weiter das Trikot mit dem Geißbock auf der Brust tragen wird. Denn der Offensivspieler hat eine Ausstiegsklausel über rund 20 Millionen Euro in seinem bis 2029 datierten Vertrag.
Heißt konkret: Sollte ein interessierter Verein im Sommer bereit sein, diesen Batzen Geld auf den Tisch zu legen, wären Kessler die Hände gebunden. Der FC machtlos: Das ist keinesfalls das Wunsch-Szenario der Verantwortlichen. Gleichzeitig wäre die Personalie Kaminski aber auf mehreren Ebenen eine Erfolgsgeschichte.
Sportlich hat sich das Leih-Jahr ohnehin schon voll gelohnt. Abzüglich der Kaufoption würde der Klub bei einem Verkauf außerdem einen satten Gewinn von rund 15 Millionen Euro innerhalb derselben Transferperiode verbuchen.
Zur Einordnung: Nur einmal nahm der FC in seiner Geschichte mehr für einen Spieler ein. Rekord-Verkauf Anthony Modeste (38) ging für zusammengerechnet 35 Millionen Euro nach China.
Die finanziell und sportlich herausragende Entwicklung bei Kaminski würde genau der Strategie entsprechen, die der FC in den nächsten Jahren fahren will: Spieler verhältnismäßig preiswert kaufen und dann teuer und gewinnbringend verkaufen. Das bestätigte der FC-Boss am Donnerstag (7. Mai 2026) in einer Medienrunde durch die Blume.
Dort sagte er: „Stand heute ist er unser Spieler. Aber: Nicht jeder Spieler, der Vertrag hat, wird auch ganz sicher beim 1. FC Köln spielen. Heute habe ich aber keine andere Annahme, als dass ,Kuba‘ nächstes Jahr unser Spieler sein wird.“
Denn der FC wäre laut Kessler zwar auch ohne die El-Mala-Millionen „handlungsfähig“. Doch um den groß angelegten Umbruch weiter zu forcieren, wären Millionen-Einkünfte von Nöten.
Allein für die Leihspieler, sollte man alle halten wollen, wären schon über 20 Millionen Euro fällig. Gesucht werden im Sommer ein neuer Stürmer, ein Linksverteidiger, ein spielstarker Sechser und ein möglicher El-Mala-Ersatz.
Kaminski, der sich in Köln pudelwohl fühlt, ist aktuell fester Bestandteil der Planungen. Doch sollte sich im Sommer etwas Unmoralisches ergeben, müsste man diesen Plan am Geißbockheim wohl noch mal überdenken.

