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Spektakuläres Projekt vollendetFC-Boss Stobbe happy – aber Stadiontraum geplatzt?

Mit Klettergurt ausgestattet ging es für die FC-Verantwortlichen am Montag hoch hinaus. Doch ist mit der neuen Solaranlage auf dem Stadiondach ein anderer Traum geplatzt?

Es ist das Schmuckstück der Stadt Köln und das Wohnzimmer des 1. FC Köln: das Rhein-Energie-Stadion in Müngersdorf!

Jetzt ist der Fußball-Tempel auch energietechnisch auf dem neuesten Stand. Am Montag (1. Juni 2026) wurde die neueste Baumaßnahme auf dem Dach des Stadions präsentiert.

FC-Präsident Jörn Stobbe in Klettergurt auf dem Stadiondach

FC-Präsident Jörn Stobbe und Sportstätten-Chef Lutz Wingerath wurden mit einem Klettergurt ausgestattet und von zwei Höhenrettern begleitet. Stobbe war begeistert vom Ausblick. Und von der neuen Photovoltaik -Anlage.

In den letzten Monaten sind 2700 Solarmodule verbaut worden. Vorher musste die Statik geprüft werden, das Dach muss im Winter Schneemassen aushalten, da war es mit einer Solaranlage knifflig. Doch es wurde eine Lösung gefunden.

Die Anlage mit 1,2 Megawatt Leistung wird knapp 30 Prozent der Energie bei Heimspielen liefern und spart dabei rund 400 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Die Baukosten lagen über einer Million Euro, investiert von der Rhein-Energie.

Stobbe sagt: „Wir stehen als Verein für Nachhaltigkeit, brauchen Energie auf dem Platz und im Stadion. Deshalb passt das Thema perfekt zu uns. Wir sind sehr dankbar, dass unsere starken Partner zeigen, wie man die Energiewende in Köln vorantreiben kann.“

FC-Präsident Jörn Stobbe (vl.), Stephan Segbers (RheinEnergie) und Lutz Wingerath (Sportstätten) auf dem Dach des Rhein-Energie-Stadions

Copyright: U. Bödeker

Zusammen auf dem Stadiondach: FC-Präsident Jörn Stobbe (vl.), Stephan Segbers (RheinEnergie) und Lutz Wingerath (Sportstätten)

Von der Rhein-Energie sind weitere solche Projekte geplant. Die Kölner Sportstätten gehen voran! Wingerath sagt: „Wir entwickeln das Stadion Schritt für Schritt zu einer immer nachhaltigeren Eventlocation. Was hier funktioniert, kann auch an weiteren Gebäuden in Köln gelingen.“

Doch ist mit der neuen Anlage auf dem Dach ein anderer Traum geplatzt? Beim FC träumen viele von einem größeren Stadion. Das Rhein-Energie-Stadion könnte theoretisch auf 75.000 Plätze aufgestockt werden.

EXPRESS.de hakte nach: Ist das trotz der verbauten Anlage noch möglich? Und wurde das bei den Baumaßnahmen bedacht. Wingerath wich aus und grinste vielsagend: „Ich verstehe die Frage nicht.“ FC-Boss Stobbe lachte: „Das war eine sehr gute Frage!“ Und Rhein-Energie-Vorstand Stephan Segbers meinte: „Also an der Anlage wird es nicht scheitern.“

Thema vertagt also. Hinter den Kulissen scheint bei der Stadt Köln und den Sportstätten aber klar zu sein, dass es mit dem Ausbau in Müngersdorf nichts wird. Wer trägt die Kosten? Und was ist mit der Infrastruktur in Müngersdorf?

Beim FC will man das Ausbau-Thema noch nicht zu den Akten legen. Eine Stadionkommission soll alle Fakten zusammenfassen und alle Szenarien klären. Fortsetzung folgt! Aber erstmal dürfen sich in den nächsten zehn Jahren alle Beteiligten über die moderne Photovoltaik-Anlage freuen.

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