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Flick-Aktion in SülzBerrenrather Straße wird saniert – doch der große Traum ist geplatzt

Die Berrenrather Straße in Sülz soll endlich saniert werden.

Copyright: Arton Krasniqi

Die Berrenrather Straße in Sülz soll endlich saniert werden.

Endlich verschwinden die fiesen Schlaglöcher auf der Berrenrather Straße in Köln-Sülz. Aber die Freude ist getrübt, denn der ursprünglich geplante große Umbau ist vom Tisch.

Zehn Jahre lang haben die Sülzer gewartet und gehofft. Zehn Jahre, in denen die Berrenrather Straße immer mehr zu einer gefährlichen Buckelpiste zerbröselte. Ein Albtraum für Radfahrer und Fahrerinnen sowie Autofahrer und Autofahrerinnen.

Jetzt tut sich endlich was: „In mehreren Abschnitten der Berrenrather Straße zwischen der Universitäts- und Sülzburgstraße wird die Fahrbahndecke punktuell abgefräst und frisch asphaltiert“, bestätigt Stadt-Sprecher Robert Baumanns dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Großer Umbau-Plan für Sülzer Einkaufsmeile liegt auf Eis

Die Schlaglöcher kommen also weg, Radfahren wird wieder sicherer. Klingt gut, oder? Doch für Bezirksbürgermeister Roland Schüler ist das nur ein Trostpflaster. Er schlägt Alarm: „Offensichtlich hat man die Pläne, die Berrenrather Straße umzugestalten, mittlerweile aufgegeben“. Dabei hatte die Bezirksvertretung Lindenthal genau das gefordert: Eine neue Asphaltdecke, wenn der große Umbau schon nicht kommt.

Und genau das scheint jetzt zu passieren. Dabei sahen die ursprünglichen Pläne so viel mehr vor: Die Sülzer Einkaufsmeile sollte ein echter Veedels-Treffpunkt werden, sicherer und schöner. Geplant war eine schmalere Fahrbahn mit breiten Schutzstreifen für Radfahrer. Breitere Gehwege. Und ein sogenannter „Multifunktionsraum“ zum Parken, für Ladezonen, Fahrradständer, Bäume und Außengastro. Sogar Zebrastreifen und zwei neue Kreisverkehre waren angedacht.

Doch aus all dem wird vorerst nichts. Der Grund: die Rhein-Energie. Der Energieversorger muss erst klären, ob er in der Berrenrather Straße Fernwärmeleitungen verlegen will. Und das kann dauern.

Ein Sprecher erklärt, das hänge vom generellen Fernwärmeausbau in Köln ab – eine Entscheidung von „erheblicher Tragweite“. Also wird jetzt lieber schnell die Fahrbahn geflickt und die Schlaglöcher beseitigt. Ein schwacher Trost für die Sülzer. (red)

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