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„Nicht wie das Kaninchen vor der Schlange“FC-Bosse haben Geißbockheim-Plan

Der Ausbau am Geißbockheim wird seit zwölf Jahren politisch torpediert. Doch die FC-Bosse bleiben auch nach der neuerlichen Posse erstaunlich gelassen. Sie wollen jetzt die nächsten Schritte gehen.

Am Geißbockheim wird auch in der Sommerpause hart gearbeitet. Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) sitzt in seinem Büro und führt Transfergespräche oder fährt zu auswärtigen Terminen. Dort hat er eventuell etwas mehr Ruhe, denn auf dem Dach des Geißbockheims finden aktuell einige Bauarbeiten statt.

Auch im Inneren wird gewerkelt – die Geschäftsstelle wird modernisiert, einige Abteilungen bekommen neue Büros. Die größte Baustelle soll dann im Jahr 2027 geöffnet werden. Dann wird das neue Leistungszentrum für rund 50 Millionen Euro neben dem Franz-Kremer-Stadion errichtet.

1. FC Köln baut neues Leistungszentrum für gut 50 Millionen Euro

Nach dem neuerlichen Geißbockheim-Schock zeigen sich die FC-Bosse kämpferisch. Der Termin vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster war einen Tag vorher abgesagt worden. Der FC kann also weiter nicht mit drei Fußballplätzen auf der Gleueler Wiese planen.

FC-Präsident Jörn Stobbe sagte am Freitag (12. Juni 2026) in einer Medienrunde: „Wir stehen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange. Wir werden aktiv und errichten das wunderschöne Leistungszentrum. Wir haben eine Baugenehmigung und einen klaren Plan, wie wir das finanzieren.“ Der Spatenstich soll spätestens im Frühjahr 2027 erfolgen.

Da dadurch ein Fußballplatz (Kunstrasen neben dem Franz-Kremer-Stadion) wegfällt, setzt der FC auf Satellitenplätze in der Nähe des Geißbockheims. Am Fort VI sollen ein bis drei Plätze noch im Jahr 2027 nutzbar sein.

Es gibt aber weitere Flächen in der Umgebung. „Jetzt geht es ganz knallhart darum, Plätze zu bekommen“, so Stobbe. Er ist mehr als zuversichtlich, dass bald alles klargemacht wird.

„Wir haben Klarheit und sehen auch eine ganz klare Unterstützung für diese Satellitenplätze in der Kölner Politik. Das sieht bei manchen Lösungen konkreter aus, bei manchen nicht. Den Austausch werden wir jetzt konkretisieren. Wir werden mit der Verwaltung also konkret über mögliche Satellitenplätze sprechen. Die Uhr tickt jetzt. Wir platzen aus allen Nähten und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Plätze bekommen.“ Die FC-Bosse haben also einen Plan. Ob er aufgeht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. 

Mit dem neuen Gebäude wird auf jeden Fall begonnen. Es soll ein Quantensprung für den FC werden. Finanzgeschäftsführer Philipp Türoff sagt: „Das Gebäude hat Funktionalitäten, die andere Bundesligaklubs schon seit Jahren haben. Wir bekommen neue Physioräume und bessere Trainingsmöglichkeiten. Knapp die Hälfte der Räumlichkeiten wird für die Profis sein. Da machen wir einen absoluten Quantensprung.“

Jahmai Simpson-Pusey am Ball beim Training mit dem 1. FC Köln.
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