Eine schwierige Phase liegt hinter Mario Götze. Der WM-Held von 2014 kritisiert nun seinen früheren Trainer Albert Riera scharf.
„Nennen wir es interessant“Götze schießt gegen Ex-Coach zurück
Ein vertrautes Gesicht ist bei Eintracht Frankfurt wieder am Steuer: Adi Hütter, der schon zwischen 2018 und 2021 die Verantwortung trug, ist zurückgekehrt.
Er ist als Nachfolger von Albert Riera, dessen Engagement bei der SGE nach lediglich drei Monaten beendet wurde, wieder im Amt. In den drei Monaten hat Riera aber jede Menge Porzellan zerschlagen. Auch Mario Götze hat mit dem Spanier noch ein Hühnchen zu rupfen. Das berichtet „t-online“.
Götze-Konter gegen Riera: „Haben kaum miteinander gesprochen“
Gegenüber der „Bild“ nannte Götze die Phase eine „sehr spezielle Zeit“. Diese vier Monate wären „extrem intensiv“ gewesen. Zahlreiche Dinge hätten sich nicht so entwickelt, „wie wir uns das vorgestellt hatten – für mich persönlich, für den Verein und für die Mannschaft“. Die Saison endete für Frankfurt auf einem ernüchternden achten Rang, wodurch die Teilnahme am europäischen Wettbewerb verfehlt wurde.
Vor allem Rieras öffentlicher Umgang mit dem WM-Helden löste Unverständnis aus; Götze musste wochenlang auf der Ersatzbank Platz nehmen. Nach Rieras Abschied kritisierte er Götze öffentlich. Nur weil jemand Weltmeister ist, könne er nicht machen, was er will, so Rieras sinngemäße Aussagen.
Konfrontiert mit den Äußerungen seines früheren Trainers, gab sich Götze erst bedeckt: „Wenn er meint, dass er das so sagen muss, dann soll er es tun.“ Anschließend kam jedoch ein Seitenhieb gegen Riera: „Es ist, nennen wir es interessant, dass er das so formuliert hat. Das würde ja voraussetzen, dass wir häufiger miteinander gesprochen hätten oder uns gut kennen würden. Das war de facto aber nicht der Fall.“
Die fehlende Verständigung war vermutlich nicht der alleinige Auslöser für das rasche Aus. Eine Ausbeute von lediglich 17 Zählern in 14 Partien war sportlich schlicht ungenügend. „Am Ende ist Fußball Ergebnissport“, lautet Götzes eindeutige Bewertung. „Es hat nicht funktioniert. Dementsprechend hat der Verein auch schnell und konsequent reagiert.“
Mit dem zurückgekehrten Hütter soll es künftig wieder aufwärtsgehen. Der Auftakt in die neue Spielzeit findet für die SGE am 21. August statt, wenn es in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den Fünftligisten SC St. Tönis geht. Eine Woche und einen Tag danach startet die Bundesliga-Saison bei Union Berlin – just an dem Ort, an dem Riera vor einem halben Jahr sein erstes Spiel mit einem 1:1 bestritt. (red)
