3

Doppelpack-Held LeyFC-Junioren mit Zittersieg eine Runde weiter

Benjamin Ley bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für den 1. FC Köln beim VfL Bochum.

Copyright: Funke Foto Services

Benjamin Ley bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für den 1. FC Köln beim VfL Bochum.

Herzschlagfinale in Bochum! Kölns U19 zwingt den VfL in die Knie, aber das Spiel stand bis zum Schluss auf Messers Schneide.

Der Nachwuchs des 1. FC Köln hat die nächste Hürde im DFB-Pokal genommen! In einer hochkarätigen Begegnung bezwang das Team den VfL Bochum mit einem knappen 2:1 (2:1). Matchwinner war ganz klar Benjamin Ley.

Ley brachte die Kölner mit zwei schnellen Toren (14. und 23. Minute) in Führung. Zunächst deutete alles auf einen klaren Sieg hin. Doch so einfach sollte es an diesem Nachmittag nicht werden für die jungen Geißböcke.

FC-Trainer Ruthenbeck: „Leben unnötig schwer gemacht“

Das Duell wurde schon vorab als Highlight der Auftaktrunde gehandelt, denn im Vorjahr schafften es beide Klubs bis in die Vorschlussrunde. Zwischen den FC-Pfosten bekam der junge Jacob Esser (16) eine Chance vor Leonard Reiners; auf dieser Position soll gewechselt werden.

Anfangs kontrollierte der FC das Spielgeschehen klar. Luca Mijatovic hatte in der 35. Minute mit einem Schuss an die Latte sogar das 3:0 auf dem Fuß. Aber dann meldete sich Bochum unerwartet zurück: Kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielte Si-yeong Yang den 1:2-Anschlusstreffer (45.) und machte die Begegnung wieder völlig offen.

Nach Wiederanpfiff machte der VfL mächtig Druck und drängte auf das Unentschieden. Die frisch zusammengestellte Abwehr der Kölner wirkte phasenweise überfordert und zeigte bei hohem Gegnerdruck einige Unsicherheiten. So wurde es ein echtes Nervenspiel, weil die FC-Jungs es nicht schafften, für die Vorentscheidung zu sorgen.

Durch Gegenstöße ergaben sich mehrfach Top-Möglichkeiten, den Deckel draufzumachen. Aber Eymen Erdogan (86.) und später auch Kevin Ekweribe (90.+3) vergaben die Gelegenheiten zum 3:1. In den letzten Momenten der Partie wurde es dann nochmal richtig brenzlig: Die Bochumer Fans hatten bei einer Riesen-Chance von Elia Salamone (90.+4) den Jubel bereits auf der Zunge.

Nach Spielende war Coach Stefan Ruthenbeck sichtlich erleichtert, fand aber auch mahnende Worte: „Wir führen verdient 2:0 und sind beim Gegentreffer unaufmerksam. Danach wurde es zunehmend wilder.“ Weiter erklärte er: „Bochum hat alles versucht und wir spielen unsere Konter nicht sauber aus. Ich denke, wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht. Natürlich sind wir zufrieden. Die Jungs haben alles reingeworfen.“

Fortuna Köln und Viktoria Köln aus dem Junioren-Pokal ausgeschieden

Die anderen Teams aus Köln hatten im Pokalwettbewerb weniger Glück. Fortuna Köln unterlag bei seinem Debüt im Junioren-DFB-Pokal dem SC Freiburg deutlich mit 0:4. Für Viktoria Köln ist der Wettbewerb ebenfalls beendet: Obwohl Paul Kolec drei Tore erzielte, verloren die Rechtsrheinischen gegen den SV Babelsberg 03 am Ende mit 3:5. (red)

Der Pokaltraum ist für Fortuna und Viktoria damit schon vorbei, doch für die Talente des FC geht das Abenteuer weiter. Der Erfolg gegen einen ebenbürtigen Kontrahenten war ein hart erkämpfter Sieg, der den Kampfgeist des Teams unter Beweis stellte. Am Dienstag wird die kommende Runde ausgelost. (red)

Linton Maina, Paul Okon-Engstler, Said El Mala und Reagan Heskey (v. l.) 1. FC Köln.
„Gehen davon aus“
Kein Wechsel? FC-Star El Mala in der Emotionsfalle