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Talent im Wartestand„Gar nicht“: Kwasniok mit Derby-Ansage an FC-Profis

Lukas Kwasniok bereitet Felipe Chavez für eine Einwechslung vor.

Copyright: Herbert Bucco

Lukas Kwasniok hatte bislang nur sehr wenig Verwendung für Bayern-Leihgabe Felipe Chavez.

Der 1. FC Köln trifft am Samstag im Derby auf den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach. Lukas Kwasniok hat seinen Spielern vorab eine Ansage gemacht, worauf es in dem emotionalen Duell ankommen wird. 

Der 1. FC Köln will und muss Revanche gegen Borussia Mönchengladbach nehmen. Nachdem Lukas Kwasniok im Hinspiel von seinem Gegenüber Eugen Polanski eiskalt ausgecoacht wurde, darf dem FC-Trainer dies am Samstag nicht noch einmal passieren.

Zum einen geht es um drei lebenswichtige Punkte im Abstiegskampf, zum anderen aber auch um seinen Job. Kwasniok steht nach nur zwei Siegen aus 17 Spielen mit dem Rücken zur Wand.

Kwasniok setzt gegen Gladbach auf die Brechstange

Dabei werden die Gladbacher es ihm nicht leicht machen, im Hinspiel überließen die Fohlen den Kölnern den Ball, stellten sich hinten rein und setzten die entscheidenden Nadelstiche. Spielerisch fand der FC darauf keine Antworten.

Auf die Frage, wie er es dieses Mal spielerisch lösen will, wenn Gladbach die gleiche Herangehensweise wählt, sagte Kwasniok sinngemäß: „Gar nicht.“ Der FC-Coach setzt eher auf die Brechstange.

Es gehe um „Physis, Körperlichkeit und Robustheit“. „Wenn wir in einer Sache zulegen können, dann ist es in der Zweikampfführung, in den Duellen. Da haben wir Verbesserungspotenzial“, sagte Kwasniok.

Daher machte er seinen Profis am Donnerstag eine Derby-Ansage. „Ich habe den Jungs gesagt, dass es auf die Duellführung ankommen wird. Im Derby geht es um Emotionen und die Bereitschaft, dagegenzuhalten“, sagte der Coach.

Tugenden, die er Bayern-Leihgabe Felipe Chavez offenbar nicht zutraut. Der Peruaner, der eigentlich genau für solche Spiele, in denen es darum geht, spielerische Lösungen zu kreieren, geholt wurde, wird wohl erneut nur von der Bank kommen.

Auf die EXPRESS.de-Frage, ob der Youngster, der extra für den FC auf die Länderspiele mit Peru verzichtete, nicht prädestiniert sei für das Duell mit einem tiefstehenden Gegner, antwortete Kwasniok: „Die Bundesliga ist in allererster Linie eine körperliche Liga. Wir haben es im Hinspiel mit Huseinbasic, Kainz und Joahnnesson im Zentrum versucht. Das geht zu Lasten der Konterabsicherung, weil die natürlich auch mal einen Ball verlieren. Deshalb bringst du die guten Fußballer in Spielen, die du nicht komplett dominieren kannst, erst hinten raus.“

Der Druck liegt definitiv beim FC. Die Borussia muss nicht auf Teufel komm raus auf Sieg spielen und wird abwarten, was Köln anbietet. Mit einem Sieg würde man die Fohlen wieder voll mit in den Strudel ziehen, bei einer Niederlage wäre Gladbach wohl aus dem Gröbsten raus.

Lennart Karl (FC Bayern München, links) nimmt Said El Mala (1. FC Köln) in den Arm.

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