Thomas Reis ist nicht mehr Trainer beim türkischen Erstligisten Samsunspor. Dabei hatte er große Erfolge mit dem Klub gefeiert.
Samsunspor feuert deutschen Trainer„Schlechteste Entscheidung im türkischen Fußball“

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Thomas Reis wurde als Samsunspor-Coach entlassen.
Der frühere Bundesliga-Trainer Thomas Reis und der türkische Erstligist Samsunspor gehen getrennte Wege. Das Ende der Zusammenarbeit mit dem 52-Jährigen verkündete der Verein in der Nacht nach der 1:3-Niederlage bei Antalyaspor am Freitag.
„Wir verabschieden uns von unserem Cheftrainer Thomas Reis, der seine Tätigkeit in der Saison 2024/2025 aufgenommen und in seinem ersten Jahr mit unserem Team einen historischen Erfolg erzielt hat, indem er es auf den dritten Tabellenplatz geführt hat“, hieß es auf X.
Reis war der Nachfolger von Markus Gisdol
Als Nachfolger von Ex-FC-Trainer Markus Gisdol an der Seitenlinie habe Reis „wichtige Meilensteine“ gesetzt, so der Klub weiter, der seinen Post in den Sozialen Medien mit „Danke Thomas“ versah.
In der türkischen SüperLig liegt der Klub nach zuletzt zwei Niederlagen auf Rang sieben. Schaut man sich die historischen Platzierungen des Klubs an, fällt schnell auf, dass der Klub genau einmal in den vergangenen 20 Jahren der Vereinshistorie am Saisonende besser platziert war. Nämlich in der vorherigen Saison mit Reis. 2020 gelang erst der Aufstieg aus der 3. Liga, 2023 ging es für Samsunspor ins Oberhaus.
Die direkte Teilnahme am Achtelfinale der Conference League hatte Samsunspor im Dezember durch ein abschließendes 0:2 beim FSV Mainz 05 verpasst, nun geht es in der kommenden Woche in den Play-offs gegen KF Shkëndija aus Nordmazedonien.
Bei vielen Beobachtern herrscht Unverständnis. „Das ist die schlechteste Entscheidung im türkischen Fußball der letzten 15 Jahre“, schrieb ein User bei X. „Als Galatasaray-Fan finde ich diese Entscheidung absolut lächerlich. Es ist völlig unverständlich, den Trainer, der die Mannschaft nach Europa geführt hat, zu entlassen“, äußerte sich ein anderer. (are/sid)

