Der 1. FC Köln hat die Hinspiel-Niederlage beim BVB teuer bezahlt. Timo Hübers zog sich in Dortmund eine schwere Knieverletzung zu, die laut Kwasniok weitreichende Folgen für den FC hatte.
Dunkle Erinnerungen an BVBFC-Ausfall hat „gesamtes Konstrukt verändert“
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Mit den Gedanken an das Hinspiel beim BVB werden beim 1. FC Köln unschöne Erinnerungen geweckt. Da ist zum einen das ganz bittere Gegentor in der sechsten Minute der Nachspielzeit, das einen wohlverdienten Punkt kostete.
Zum anderen kommen die schrecklichen Bilder von Timo Hübers’ Verletzung wieder hoch. Der Verteidiger hatte sich in der 82. Minute bei einer handelsüblichen Situation gegen Serhou Guirassy schwer am Knie verletzt.
Kwasniok: Hübers war unser wichtigster Spieler
Ausgerechnet Hübers! Der Muster-Profi hatte auf bestmögliche Weise auf seine Absetzung als Kapitän reagiert, in seinen Leistungen wieder große Schritte nach vorne gemacht und sich beim starken Saisonstart als unumstrittener Anführer der Abwehr ausgezeichnet.
Der FC hatte in dieser Saison viele Ausfälle zu verzeichnen, doch dieser wog rückblickend wohl am schwersten. „In diesem Spiel haben wir unseren wichtigsten Spieler in der Abwehr verloren“, sagt Lukas Kwasniok wertschätzend: „Durch den Ausfall von Hübi hat sich unser gesamtes Konstrukt verändert. Daran sieht man die Wichtigkeit von ihm.“
Mit Hübers ging zunächst die Struktur verloren, was besonders auffällig im Derby gegen Gladbach und bei der bitteren Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt wurde. In den beiden Spielen musste der FC insgesamt sieben Gegentore schlucken. Und als man sich dann langsam gefangen hatte, begann die irre Verletztenmisere.
Kwasniok konnte in der Folge praktisch nie auf alle Verteidiger gleichzeitig bauen. Im Gegenteil: In der kritischsten Phase fehlten sogar sechs Verteidiger gleichzeitig. Kwasniok gesteht: „Wir haben schon ein wenig gebraucht, aber ich glaube, mit der Rückkehr einiger Spieler bekommen wir die nötige Stabilität langsam wieder rein.“

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Timo Hübers verletzte sich im FC-Spiel bei Borussia Dortmund am 25. Oktober 2025 schwer.
Hübers wird bis zum Ende der Saison nicht mehr helfen können. Der Reha-Prozess wird noch einige Monate in Anspruch nehmen. Im Sommer will der Abwehrmann aber wieder angreifen und um seine Karriere kämpfen.
Beim FC hat man ihm bereits die volle Unterstützung zugesagt. Im Interview mit EXPRESS.de ließ Thomas Kessler durchblicken, dass man Hübers einen stark leistungsbezogenen neuen Vertrag anbieten will. „Wir werden nach einer Lösung suchen, die ihm die nötige Ruhe für seine Reha gibt. Der FC wird Timo hier eng zur Seite stehen“, sagte der Geschäftsführer.


