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Krise beim HSVSturm-Konkurrent macht Ex-Kölner Druck

Damion Downs steht für den Hamburger SV auf dem Rasen.

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH

Damion Downs wartet beim Hamburger SV weiter auf seine erste Torbeteiligung.

Damion Downs sucht in Hamburg weiter nach seinem sportlichen Glück. Bislang will es dort einfach noch nicht laufen. Und jetzt macht ein Youngster auch noch mächtig Druck.

Damion Downs gegen Bayer Leverkusen – da war doch was?

Genau: Im DFB-Pokal-Viertelfinale der Saison 2024/25 traf der damalige Kölner kurz vor der Halbzeitpause zum 1:0 gegen die Werkself – und ließ den FC lange von einer Sensation träumen.

Fan-Kritik an Downs: „Stange in 30 Minuten mehr gerissen als Downs in 5 Spielen …“

Beim Hamburger SV dagegen sucht der Stürmer auch nach seinem sechsten Bundesligaspiel für die Rothosen weiter nach seiner allerersten Torbeteiligung. Im Bundesliga-Nachholspiel gegen die Werkself am Mittwoch (4. März 2026) wollte Downs nicht viel gelingen.

Die Partie ging für den HSV mit 0:1 verloren, Downs stand wie zuvor gegen RB Leipzig in der Startelf – und blieb erneut blass. Kein Tor, kein Assist, auch sonst kein Ausrufezeichen. Der 21-Jährige, der im Januar per Leihe von Bayer 04 an die Elbe gewechselt war, verpasste einmal mehr die Chance, sich in Szene zu setzen.

Der Aufgabe, als energischer Anlaufspieler von Beginn an Akzente zu setzen, wie HSV-Trainer Polzin es sich erhofft hatte, wurde Downs zwar gerecht. Aber mit dem Ball am Fuß kam abermals viel zu wenig vom schlaksigen Angreifer.

Den einzigen Treffer des Abends erzielte auf der anderen Seite Christian Kofane (73.), der für den kurzfristig verletzten Patrik Schick eingesprungen war. Der HSV brachte offensiv dagegen kaum etwas zustande.

Es war bereits der zweite Startelfeinsatz des Ex-Kölners in Folge ohne Torerfolg oder Vorlage. Schon beim 3:2-Sieg gegen RB Leipzig hatte er nur 20 Ballaktionen vorzuweisen und wurde nach 67 Minuten ausgewechselt. Gegen Leverkusen war bereits nach 65 Minuten Schluss. 

Die Fans verlieren die Geduld. Unter dem Ergebnis-Post des HSV auf Instagram bringt es ein Kommentar auf den Punkt und sammelt dort die meisten Likes ein: „Stange in 30 Minuten mehr gerissen als Downs in 5 Spielen …“

Gemeint ist Otto Stange – 19 Jahre alt, Hamburger Jung, und inzwischen zurück beim HSV. Anfang Februar wurde seine Leihe zur SV Elversberg vorzeitig abgebrochen, weil er dort zu wenig Spielzeit bekam.

Gegen Leverkusen kam Stange von der Bank – und konnte in der Schlussphase des Spiels auf sich aufmerksam machen. Zwei mutige Dribblings sorgten für Gefahr. Einmal sprang sogar ein Torschuss dabei heraus. „Hat Spaß gemacht, hat mich gefreut, wieder hier zu sein. Nächstes Mal gewinnen wir hoffentlich“, sagte Stange hinterher.

Ob HSV-Trainer Merlin Polzin weiter an Downs festhält, bleibt abzuwarten – doch der Druck wächst. Und mit Stange wartet ein Talent in den Startlöchern, das zunehmend Argumente für mehr Einsatzzeit liefert.

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