Der 1. FC Köln wurde bei der Auslosung im DFB-Pokal als letzter Verein aus dem Pott gezogen. Der FC wurde damit nicht der erhoffte Gegner des Berliner Amateur-Vertreters.
Auslosung zum DFB-PokalFC-Wunsch nicht erfüllt: Amateurklub bitter enttäuscht

Die Auslosung zur 1. Runde im DFB-Pokal war für Fans des 1. FC Köln eine ganz schön zähe Angelegenheit: Als allerletzter der 64 teilnehmenden Vereine wurde der FC gezogen, Gegner ist Drittliga-Aufsteiger Würzburger Kickers.
Knapp eine Dreiviertelstunde dauerte es am Samstag (6. Juni 2026) nach Beginn der ARD-Übertragung, ehe alle Vereine ihren Gegner für den Start in die neue Pokalsaison kannten. Als in der Endphase der Auslosung nur noch wenige Klubs in der Verlosung waren, begann gerade bei den Amateur-Vertretern das große Zittern.
Altglienicke verpasst Wiedersehen mit dem 1. FC Köln
Ein Instagram-Video von Sportreporter Matze Koch zeigte die Lage beim Regionalligisten VSG Altglienicke, der die Auslosung beim Public Viewing auf dem Vereinsgelände verfolgte.
Der Klub aus dem Hauptstadt-Bezirk Treptow-Köpenick, bei dem TV-Experte Torsten Mattuschka (45) als Sportlicher Leiter die Fäden zieht, hatte sich als Gewinner des Berliner Landespokals für den Pokal qualifiziert – zum zweiten Mal in seiner Geschichte.
Losfee Deniz Aytekin (47) fischte die Volkssport Gemeinschaft erst als vorletzten Amateurklub aus der Trommel, die größtmöglichen Gegner Bayern München und Borussia Dortmund waren da längst aus der Verlosung. Entsprechen hatten Spieler und Verantwortliche einen klaren Wunsch.
Als Ziehungsleiter Peter Frymuth (69) die Kugel mit dem Wappen der VSG Altglienicke in die Kamera hielt, brach im Vereinsheim zunächst lauter Jubel aus, Sekunden später setzten dann hoffnungsvolle „Kölle, Kölle“-Sprechhöre ein.
Alle Anwesenden hofften auf den FC als Erstrundengegner – und wurden kurze Zeit später enttäuscht. Als Aytekin unter den zwei Loskugeln jene des VfL Wolfsburg zu greifen bekam, ging zunächst ein Raunen durch die Menge, dann war ein kollektives „Nein“ zu hören. Die Pokal-Euphorie: Binnen Sekunden verflogen.
Auch wenn die Anreise nach Berlin für VfL-Fans deutlich kürzer ausfällt, ist der Bundesliga-Absteiger nicht der erhofft große Name, der mit Tausenden Anhängern die 8000 Menschen fassende Spree-Arena einnimmt. Die Kulisse dürfte damit überschaubar ausfallen, nachdem in der Liga im Schnitt nur 600 Fans zu den Heimspielen der VSG kamen.

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2020 trafen der 1. FC Köln und die VSG Altglienicke im Pokal aufeinander. Damals schon beim FC auf dem Platz: Jan Thielmann.
Ein Duell gegen den FC wäre übrigens nicht nur die deutlich attraktivere Variante gewesen, sondern auch ein Wiedersehen: Schon beim Pokal-Debüt 2020 hatte Altglienicke gegen Köln gespielt.
Mitten in der ersten Phase der Corona-Pandemie wurde das Heimrecht allerdings getauscht und nur 300 Menschen durften die Begegnung im Rhein-Energie-Stadion verfolgen. Mühelos gewann der Bundesligist das Duell damals mit 6:0.
