Für Jamal Musiala und die deutsche Nationalmannschaft steht die Weltmeisterschaft vor der Tür. Der Bayern-Star hat vor dem Turnierstart nun tiefe Einblicke in die Zeit nach seiner Verletzung gegeben.
DFB-Star lässt tief blickenMusiala offenbart: „Nicht dort, wo ich gerade sein will“

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Leroy Sané und Jamal Musiala (r.) beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA.
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Jamal Musiala befindet sich fast ein Jahr nach seiner gravierenden Blessur erneut in den USA. Allerdings ist der deutsche Auswahlkicker vom FC Bayern unmittelbar vor der Weltmeisterschaft noch nicht in Topform.
In einem aufrichtigen Gespräch mit der „L’Équipe“, welches im Vorfeld des Endspiels im DFB-Pokal stattfand, äußert er sich jetzt ungeschminkt zu seiner mühsamen Rückkehr.
Kompany ist ein wichtiger Rückhalt für Musiala
Musiala gewährt intime Einsichten in sein Seelenleben. „Über den mentalen Aspekt könnte ich eine Stunde lang reden“, unterstreicht der Star des FC Bayern.
Die größte Hürde für ihn: „Das Schwierigste ist der Wunsch, wieder auf das alte Niveau zu kommen, ohne dass das schnell geht.“ Nach seinem Comeback habe er ein Auf und Ab durchgemacht, was üblich sei, und fühle gelegentlich die Limits seiner Physis. Das berichtet „Sport1“.
Der kreative Angreifer räumt ein, dass seine momentane Verfassung seine Zufriedenheit ein wenig beeinträchtigt. „Ich stelle hohe Ansprüche an das, wo ich gerne wäre, und das ist nicht dort, wo ich gerade bin, was mein Glück ein wenig schmälert.“
Dennoch zeigt sich Musiala voller Kampfgeist. Aufgrund des Rückhalts durch seine Familie, die Mannschaftskameraden und die Anhänger ist er überzeugt: „Meine Zeit wird kommen.“
Ein bedeutender Halt während seiner Comeback-Phase war ebenfalls der Münchner Trainer Vincent Kompany. Auch wenn der Übungsleiter sehr beschäftigt sei, „war er immer noch da, um mir zuzuhören“, äußert sich Musiala voller Dankbarkeit.
Die Chance, sich zwanglos mit dem Coach austauschen zu können, sei ein wirklicher „Pluspunkt“. Kompany habe als früherer Berufsfußballer ein feines Einfühlungsvermögen für seine Akteure, was eine Ursache für die positiven Resultate und die „Familie, die wir bilden“ darstelle.
Teil dieser Münchner Gemeinschaft ist ebenso Michael Olise, den Musiala schon aus der Nachwuchsschmiede vom FC Chelsea kennt. „Es war eine Freude und ist es immer noch“, gerät er bei seinem Teamkameraden ins Schwärmen. „Er hat sich zu einem der Besten der Welt entwickelt.“
Schmunzelnd ergänzt er: „Ich würde sagen, wir waren schon immer gute Freunde, aber ich weiß nicht, was er dir dazu sagen würde.“ Musiala zeigt sich sicher, dass Olise sein Potenzial noch weiter ausschöpfen wird.
Besonders die Mentalität des Franzosen imponiert ihm. „Er ist einer der fleißigsten Spieler, die ich kenne. Er nimmt seinen Job sehr ernst“, sagt Musiala anerkennend. Um ein solches Level zu erreichen, könne man sich in der Vorbereitung keine Lässigkeiten gestatten. Privat sei Olise allerdings ein extrem entspannter Mensch. (red)
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