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Köln gegen LeverkusenUnnötig, FC! Erste Heimpleite gegen Bieder-Bayer

Mikey Moore (1. FC Köln) versucht, sich gegen Afonso Moreira (Bayer 04 Leverkusen) durchzusetzen.

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports Internati

Mikey Moore (1. FC Köln) am 8. November 2026 im Rhein-Energie-Stadion gegen Afonso Moreira (Bayer 04 Leverkusen).

Der 1. FC Köln traf am Sonntagnachmittag am 9. Spieltag der Bundesliga auf Bayer Leverkusen. Köln kassierte die erste Heimniederlage in dieser Saison – unnötig.

Ist das bitter! Der 1. FC Köln hat am Sonntagnachmittag das Derby gegen Bayer 04 Leverkusen daheim mit 1:2 verloren.

Die Gäste hatten zuletzt bei drei von vier Spielen als Verlierer den Platz verlassen und kamen kurz nach der Europa-League-Niederlage gegen Marseille am 5. November etwas müde und angeschlagen (sechs Spieler fehlten) ins Rhein-Energie-Stadion. Doch der FC war einmal mehr Aufbaugegner in dieser Saison. Das war zu wenig gegen Bieder-Bayer!

FC nutzt Chancen nicht – Bayer macht aus wenig viel

Vor den Sonntagabendspielen (Freiburg gegen Union Berlin und Hoffenheim gegen Schalke) ist der FC nach neun Spielen in der Tabelle mit neun Punkten auf den 15. Platz abgerutscht.

Beim FC gibt es in dieser Spielzeit ein biblisches Motto: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach! Es ging jedenfalls gleich zur Sache: Linton Maina hatte nach zwei Minuten die erste dicke Chance, als er alleine vor Flekken auftauchte. Dann verließ ihn der Mut. Der Bayer-Keeper parierte den unplatzierten Schuss problemlos.

Nach vier Minuten ertönten Schwäbe-Sprechchöre im Stadion. Der FC-Keeper hatte zuvor zweimal prächtig gegen Maza und bei Tillmanns Nachschuss pariert. Doch wenig später wunderte man sich über Schwäbe, der beim Freistoß von Garcia nur hinterherschaute. Der Schuss aus 20 Metern war zwar gut, aber nicht sonderlich ins Eck gezirkelt. So ging Bayer nach sieben Minuten in Führung. Kölns Paul Okon-Engstler hatte zuvor Schick gefoult – unglücklich.

Der FC reagierte! Doch Sebulonsen vergab eine dicke Gelegenheit (11.). In der Folge entwickelten sich einige emotionale Scharmützel auf dem Rasen. Die Protagonisten waren Tom Krauß, der oft beherzt zur Sache ging, und Said El Mala, der sich mehrfach mit Leverkusens Facundo Medina anlegte. Medina schubste dann auch noch Bülter, wofür es Gelb gab. Doch der Funke sprang nicht über, eine Wucht konnte der FC nicht entfalten.

Spielerisch hatte sich der FC ausgetobt und nicht getroffen. Nach dem Gegentreffer konnten die Räume, die die Leverkusener anboten, nicht genutzt werden. Bei Mikey Moore fehlte einiges, er trabte teilweise hinterher. So reichte Bayer eine durchschnittliche und biedere Leistung, um das Spiel zu kontrollieren. Die Gäste hatten bis zur Pause 65 Prozent Ballbesitz und liefen knapp einen Kilometer mehr (57,3).

Nach dem Seitenwechsel probierte es Wagner mit dem gleichen Personal weiter. Gewechselt wurde in der Pause also nicht. Als Moore im Strafraum zu Fall kam, eskalierte die Situation. Der Engländer humpelte. Sosa spielte den Ball aber nicht ins Aus und Schiri Felix Zwayer unterbrach nicht. Als Moreira Sosa den Ball abnahm und weiterspielte, wurde er umgecheckt und es kam zur Rudelbildung. Die Moore-Szene wurde dann überprüft – für einen Elfer reichte die Miniberührung nicht.

Köln versuchte zu drücken, doch die Genauigkeit fehlte im letzten Drittel. Klare Torchancen gab es so nicht. Krauß versuchte, das Publikum immer wieder mitzureißen. Nach gut einer Stunde bewahrte Schwäbe den FC vor dem 0:2, als er einen Schick-Schuss aus der Ecke fischte. Masa hatte die nächste Chance: knapp vorbei. Bei Köln war Said El Mala vorn glückloser Alleinunterhalter. Es wurde doch nochmals gefährlich. In der 68. Minute rauschte Maina knapp an einer El-Mala-Hereingabe vorbei.

In der 72. Minute verzog El Mala aussichtsreich. Sekunden später brachte Wagner Bruder Malek, Reigan Heskey und Isak Johannesson aufs Feld. Krauß, Bülter und Maina mussten runter. Nach einem vermeintlichen Schick-Treffer zündeten die Gästefans Bengalos an. Die Stadiondurchsage folgte prompt nach Schicks Handspiel: „Der Treffer zählt nicht, ihr könnt die Bengalos wieder ausmachen. Das ist ja sowieso verboten.“

Beim FC kamen in der 84. Minute noch Waldschmidt und Castro-Montes rein (für Sebulonsen und Moore). Kurz darauf durfte Schick dann doch noch jubeln. Er tanzte Schmied aus und erzielte das 2:0!

Das 1:2 durch Said El Mala in der 90.+2 kam zu spät. Bayer entführte so drei Punkte mit einer mehr als durchschnittlichen Leistung. In Summe war der FC am Ende knapp einen Kilometer mehr gelaufen, hatte aber nur 39 Prozent Ballbesitz.

Mittelstürmer Ragnar Ache stand etwas überraschend gar nicht im Kader der Kölner. Wagner wählte folgende Startformation gegen die Werkself: Schwäbe – Sebulonsen, Schmied, Simpson-Pusey, Sosa – Krauß, Okon-Engstler – Maina, Moore – Bülter, S. El Mala. Auf der Bank saßen zunächst: Zieler (Tor), Castro-Montes, Lochoshvili, Mensah, Heskey, Johannesson, Thielmann, M. El Mala, Waldschmidt.