Beim 1. FC Köln sind nicht alle zufrieden mit den zurückliegenden Monaten. Bei einem Offensivspieler war sogar ein Winter-Abgang Thema, obwohl er sich seit Wochen in Top-Form befindet.
Kein VertrauenWinter-Abgang? Bremen wollte FC-Stürmer holen
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Diese Szenen gehen vielen FC-Fans nicht aus dem Kopf: Im letzten Spiel des Jahres saß Kölns Stürmer Ragnar Ache (27) am 20. Dezember 2025 weinend auf der Bank. Nach 58 Minuten wurde der Angreifer von Trainer Lukas Kwasniok (44) ausgewechselt – und war am Boden zerstört.
Am Ende ging die Partie mit 0:1 verloren, weil Union Berlins Andras Schäfer in der 90.+1 der Siegtreffer gelang. Union-Coach Steffen Baumgart (53) jubelte, beim FC verabschiedete man sich im Krisen-Modus in die Winterpause.
Ragnar Ache kommt nur zu Kurzeinsätzen in Köln
Aches Tränen flossen aufgrund der großen Enttäuschung. Oder steckte doch mehr dahinter? Nach EXPRESS.de-Informationen hat sich Werder Bremen sogar erkundigt, wollte den Stürmer im Winter vom Rhein an die Weser lotsen, doch das finanzielle Gesamtpaket passte den Hanseaten nicht. Jetzt schaut sich Werder andersweitig um, hat dabei auch Kölns Ex-Stürmer Damion Downs (21, FC Southampton) auf dem Zettel.
Ache muss sich jetzt in Köln weiter beweisen. Dass er dabei auf die volle Unterstützung von Kwasniok zählen kann, ist fraglich. Ache betonte zuletzt immer wieder, dass er sich in der besten Form seines Lebens befindet. Doch der Trainer hat kein uneingeschränktes Vertrauen in seinen Mittelstürmer.
Ache war vor der Saison dank einer Ausstiegsklausel für rund 4,5 Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern nach Köln gewechselt. Doch bislang absolvierte er kein Bundesliga-Spiel über die volle Zeit. Lediglich im Pokal gegen den FC Bayern München (1:4) stand er 90 Minuten auf dem Platz.
Anstatt voll auf seinen Neuner mit all seinen physischen Stärken und seiner Torgefahr zu setzen, sieht Kwasniok Ache wohl eher als Spieler für gewisse Situationen, in denen er punktuell helfen kann. Einsatzzeiten zwischen zwölf und 76 Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Die fehlende Rückendeckung des Trainers macht Ache wohl mehr als nachdenklich, doch ein Abgang im Winter ist wohl vom Tisch. Sportdirektor Thomas Kessler (39) würde den Angreifer ohnehin nur gehen lassen, wenn es adäquaten Ersatz gäbe. Doch der ist absolut nicht in Sicht.
Dass es in der FC-Mannschaft rumort, wurde auch im EXPRESS.de-Interview mit Luca Waldschmidt deutlich. Er sprach über seine Unzufriedenheit und Trainer Kwasniok: „Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir da auch mal anderer Meinung sind. Ich möchte mich immer von der ersten bis zur 90. Minute einbringen und bin davon überzeugt, in jeder Phase des Spiels wichtig zu sein. Das habe ich in Wolfsburg mit einem Tor oder gegen Pauli mit einer Vorlage unter Beweis gestellt. Mir tut es gut, wenn ich lange auf dem Platz stehe. Rhythmus ist ein wesentlicher Faktor für mich.“
Auch Waldschmidt leidet unter Auswechslungen oder kurzen Einsatzzeiten: „Es war auch für mich manchmal schwer zu greifen. Vor allem in Wolfsburg hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ich war gut im Spiel, habe ein Tor gemacht und musste dann trotzdem raus. Der Trainer wollte dort taktisch etwas verändern, das hat er mir auch so gesagt.“

