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Jugendliebe-GeständnisKölns OB erklärt, warum er zu FC-Konkurrent hält

Fußball verbindet, auch wenn es zwischen vielen Fanlagern Spannungen gibt. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester hat am Sonntag eindrucksvoll erklärt, warum er einen FC-Konkurrenten im Herzen hat.

Er ist seit Herbst 2025 Kölns erster Bürger. Aber sein Herz schlägt nicht nur rut-wieß - es schlägt vielmehr königsblau! Oberbürgermeister Torsten Burmester ist Schalke-Fan.

Am Sonntag (12. Juli 2026) war der SPD-Politiker, der dem Sport in der Stadt wieder Auftrieb geben will, zu Gast beim Livepodcast Dreierkette. Im Biergarten des Haus Unkelbach wurde über den 1. FC Köln diskutiert. Doch erst einmal musste Burmester seine Liebe zum FC Schalke erklären.

Kölns OB Burmester: Er ist Mitglied beim FC Schalke 04

Burmester fragte die Gäste, ob sie ihre Jugendliebe noch im Herzen haben. Dann sagte er: „Wenn du eine Jugendliebe hast, dann verrätst du sie nicht. Ich bin in Remscheid groß geworden. Da bist du entweder Lüdenscheid-Nord (Fans von Borussia Dortmund, Anm. d. Red.) oder Herne West (Schalke-Fan, Anm. d. Red.). Ich habe mich damals für Herne-West entschieden.“ (Die Bezeichnungen wurden vom jeweiligen anderen Fanlager erfunden, um den verhassten Vereinsnamen des Rivalen nicht nennen zu müssen, Anm. d. Red.)

1982 war Schalke das erste Mal in die 2. Liga abgestiegen. Burmester begleitete als Anhänger der Königsblauen die komplette Saison: „Ich war bei Auswärtsspielen bei Waldhof Mannheim, Hessen Kassel oder 1860 München. Ich hatte eine Ente mit 23 PS, da sind wir immer zu viert drin gefahren. Das hat richtig Spaß gemacht.“

Und weiter: „Die Liebe hält als Jugendliebe weiter an. Ich bin Mitglied beim FC Schalke 04. Ich bin aber auch passives Mitglied im Kleingartenverein Bismarckhain e. V. – der liegt direkt am Gelsenkirchener Zoo.“  

1986 hat Burmester dann angefangen, in Köln zu studieren. Er besuchte die Deutsche Sporthochschule in Köln. „Da hat sich auch das Verhältnis zum 1. FC Köln entwickelt. Dort bin ich auch Mitglied“, so der Bürgermeister. Wenn beide Klubs bald wieder in der Bundesliga aufeinandertreffen, ist Burmester „zerrissen. Ich freue mich dann über ein tolles Spiel, wenn ich das so ausweichend sagen darf.“

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Beim Blick in die Zukunft glaubt Burmester, dass der Klassenerhalt für die Schalker deutlich schwieriger wird, als für den FC. „Das Gute ist: Wenn du mit so einem Verein aufwächst, weißt du, was Fußball für Menschen bedeutet. Deswegen kann ich auch so gut nachvollziehen, was der 1. FC Köln in dieser Region für die Menschen bedeutet – als Arbeitgeber, als Wirtschaftsfaktor sowie fürs Gefühl und die Bindung und fürs soziale Miteinander. Bundesligafußball ist nicht nur immer Geschäft, sondern auch immer ganz, ganz viel Soziales.“

Die Gäste im Haus Unkelbach applaudierten dem Schalke-Fan. Der beste Beweis, dass Fußball verbindet! Ob Burmester beim Aufeinandertreffen im Stadion den Schalke-Schal oder den FC-Schal trägt, wird man sehen. Vielleicht wählt er auch einfach beide.

Martin Schlüter, Kölns OB Torsten Burmester, Musiker Stefan Brings, FC-Geschäftsführer Philipp Türoff, Oliver Seeck (Sportausschussvorsitzender), Christian von Rieff (Reissdorf) und Moderator Dan Dickopf im Haus Unkelbach
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